Die Aktie hat diese Woche ein neues 52-Wochen-Tief markiert – und eine frische Analysten-Abstufung liefert zusätzlichen Gegenwind. Der Kursverlauf spiegelt damit die anhaltende Skepsis wider, nachdem das Unternehmen seine Erwartungen Ende vergangenen Jahres deutlich nach unten angepasst hatte. Entscheidend ist nun, ob die angekündigten Maßnahmen das Wachstum wieder spürbar anschieben können.

  • Neues 52-Wochen-Tief: 59,09 US-Dollar (am Dienstag)
  • Auslöser der jüngsten Schwäche: Abstufung durch Northcoast Research auf „Neutral“
  • Wichtiger Hintergrund: gesenkte Ziele für 2025 (Umsatzwachstum und Gewinn je Aktie)
  • Neuer Impuls: exklusive, mehrjährige Partnerschaft mit Affirm (Ratenzahlungen)

Abstufung als Auslöser

Northcoast Research hat die Aktie von „Buy“ auf „Neutral“ herabgestuft. Danach rutschte der Titel weiter ab und schloss bei 59,16 US-Dollar. Das Handelsvolumen lag bei mehr als 4 Millionen Aktien.

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Der Schritt trifft auf ein ohnehin sensibles Umfeld. Viele Marktteilnehmer bewerten die Wachstumsdynamik seit den Zahlen zum dritten Quartal 2025 neu.

Der Knackpunkt: Prognosekürzung 2025

Ende Oktober hatte Fiserv für das dritte Quartal ein organisches Umsatzwachstum von 1% gemeldet. Gleichzeitig senkte das Unternehmen die Erwartung für das organische Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2025 auf 3,5% bis 4%.

Auch beim Ergebnis wurde zurückgerudert: Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) im Geschäftsjahr 2025 wurde auf 8,50 bis 8,60 US-Dollar reduziert. Diese Kombination aus schwächerem Wachstum und gesenkter Gewinnspanne hat die Neubewertung der Aktie spürbar beschleunigt.

Strategieanpassung und Affirm-Deal

Um wieder mehr Tempo ins Geschäft zu bringen, passt das Management die operative Ausrichtung an. Genannt wurden dabei eine stärkere Integration von Künstlicher Intelligenz sowie die Möglichkeit, nicht zum Kerngeschäft gehörende Bereiche zu veräußern.

Zusätzlich kündigte Fiserv Ende Januar eine exklusive mehrjährige Partnerschaft mit Affirm an. Ziel ist es, Ratenzahlungs-Optionen direkt in Debitkarten-Programme von US-Banken zu integrieren. Grundlage dafür ist Fiservs Technologie für programmierbare Zahlungen. Ob das in den kommenden Quartalen bereits sichtbar stabilisiert, bleibt der zentrale Prüfstein.

Insiderkäufe und Bewertung

Trotz des negativen Sentiments gab es Ende 2025 Insiderkäufe: Finanzchef Paul M. Todd erwarb im Dezember 17.000 Aktien, zudem kaufte Adam L. Rosman 7.900 Aktien.

Bei institutionellen Investoren zeigt sich ein gemischtes Bild, allerdings bleibt die Beteiligung insgesamt hoch. Gleichzeitig hat sich das Bewertungsniveau mit dem Kursrückgang weiter zusammengezogen – laut Artikel notiert die Aktie damit auf historisch niedrigen Multiples. In den nächsten Quartalen wird sich daran messen lassen, ob die neuen strategischen Schwerpunkte und die Affirm-Integration operativ liefern.

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