Fiserv Aktie: Erholungssignal
Fiserv hat mit den Zahlen zum vierten Quartal die Erwartungen übertroffen und damit in einem schwierigen Umfeld für etwas Entlastung gesorgt. Das Management spricht von einem „entscheidenden und positiven Schritt“ in der laufenden Trendwende über mehrere Quartale. Doch wie belastbar ist der Optimismus, wenn 2026 zunächst als Übergangsjahr angelegt ist?
Die wichtigsten Punkte:
- Bereinigtes EPS Q4: 1,99 US-Dollar (Konsens: 1,90 US-Dollar)
- Bereinigter Umsatz Q4: 4,9 Mrd. US-Dollar (gegenüber Vorjahr unverändert)
- Ausblick 2026: organisches Wachstum 1% bis 3%, bereinigtes EPS 8,00 bis 8,30 US-Dollar
- Aktie laut Reuters nach den Zahlen etwa +5%; 2025 zuvor -67%
Zahlen: EPS besser, Umsatz tritt auf der Stelle
Im vierten Quartal meldete Fiserv bereinigte Erlöse von 4,9 Mrd. US-Dollar, in etwa auf Vorjahresniveau. Nach GAAP stieg der Umsatz auf 5,28 Mrd. US-Dollar und lag damit 1% über dem Vorjahr. Unterm Strich sank der Quartalsgewinn jedoch: Das Nettoergebnis fiel auf 811 Mio. US-Dollar, nach 938 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal.
Auf Jahressicht 2025 kam Fiserv auf 21,19 Mrd. US-Dollar GAAP-Umsatz (+4%) und 19,8 Mrd. US-Dollar bereinigten Umsatz (+4%). Das bereinigte EPS lag bei 8,64 US-Dollar und damit über der eigenen Zielspanne von 8,50 bis 8,60 US-Dollar.
Auch beim Cashflow lieferte das Unternehmen mehr als angekündigt: Der Free Cashflow erreichte 2025 4,44 Mrd. US-Dollar (Ziel: 4,25 Mrd. US-Dollar), bei rund 93% Conversion. Zudem kaufte Fiserv 32,2 Mio. Aktien für 5,6 Mrd. US-Dollar zurück.
Segmente: Clover sticht heraus, Financial Solutions bleibt schwach
Im Bereich Merchant Solutions wuchs der organische Umsatz in Q4 um 1%, bereinigt um 2%. Der auffälligste Lichtblick blieb Clover: Die POS-Plattform legte im Quartal beim Umsatz um 12% zu – trotz eines Gegenwinds von sechs Prozentpunkten durch zuvor angekündigte Gebührabschaffungen.
Für das Gesamtjahr 2025 stieg der Clover-Umsatz auf 3,3 Mrd. US-Dollar (+23%). In Q4 machten Value-added Services 27% der Clover-Umsätze aus, fünf Punkte mehr als vor einem Jahr. Für 2026 erwartet das Management beim Clover-GPV ein Wachstum von 10% bis 15%.
Deutlich zäher blieb es bei Financial Solutions. Das Segment verzeichnete in Q4 sowohl organisch als auch bereinigt einen Rückgang von 2%. Digital Payments sanken um 1%, das Banking-Geschäft ging organisch um 4% zurück. Das Management rechnet damit, dass belastende Vergleichseffekte noch bis in die erste Hälfte 2026 hineinwirken.
Ausblick 2026: Übergangsjahr mit Tiefpunkt in Q2
Für 2026 stellt Fiserv organisches Umsatzwachstum von 1% bis 3% sowie ein bereinigtes EPS von 8,00 bis 8,30 US-Dollar in Aussicht. CFO Paul Todd sagte, die erste Jahreshälfte werde von schwierigen Vergleichswerten geprägt – Q2 soll dabei den Tiefpunkt markieren.
Zusätzlich nennt das Unternehmen folgende Eckwerte:
- Merchant Solutions: Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich
- Financial Solutions: flach bis leicht rückläufig
- Bereinigte operative Marge: rund 34%
- Free-Cashflow-Conversion: rund 90%
Strategisch betonte CEO Mike Lyons den „One Fiserv“-Plan mit fünf Schwerpunkten, darunter „Client-first“-Ausrichtung, der Ausbau von Clover, Innovation, operative Exzellenz mithilfe von KI sowie disziplinierte Kapitalallokation. Außerdem schloss Fiserv die Übernahme von StoneCastle Cash Management im Dezember 2025 ab.
Konkret terminiert ist auch das nächste wichtige Ereignis: Der Investor Day findet am 14. Mai 2026 in New York statt – dort dürften Anleger vor allem darauf achten, wie Fiserv den erwarteten Gegenwind im ersten Halbjahr einordnet und welche messbaren Fortschritte für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellt werden.
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