First Majestic Silver Aktie: Margen statt Masse
Nach einem historischen Rekordjahr schlägt First Majestic Silver eine neue Richtung ein. Statt die Produktionsmengen um jeden Preis weiter in die Höhe zu treiben, rückt das Management nun die Profitabilität in den Fokus. Diese strategische Neuausrichtung ruft institutionelle Beobachter auf den Plan, die ein erhebliches Aufholpotenzial bei der Bewertung der Papiere ausmachen.
BMO Capital hob die Einstufung kürzlich auf „Outperform“ an und sieht das Kursziel bei 35 Kanadischen Dollar. Als Begründung führen die Experten eine historische Unterbewertung an: Das Papier wird aktuell nur mit dem 2,2-fachen des Nettoinventarwerts gehandelt, während in der Vergangenheit oft das Dreifache gezahlt wurde. Auch H.C. Wainwright schließt sich dem Optimismus an und bekräftigte die Kaufempfehlung mit einem Ziel von 30 US-Dollar. Obwohl der Titel auf Sicht von zwölf Monaten noch immer ein beachtliches Plus von über 160 Prozent aufweist, sorgte ein jüngster Kursrutsch von rund 32 Prozent im letzten Monat für ein günstigeres Bewertungsniveau. Gestern ging die Aktie bei 16,90 Euro aus dem Handel.
Strategiewechsel in der Produktion
Die Basis für die positiven Analysteneinschätzungen liefert das abgelaufene Geschäftsjahr. 2025 erzielte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 1,26 Milliarden US-Dollar und kehrte mit einem Nettogewinn von knapp 165 Millionen US-Dollar eindrucksvoll in die Gewinnzone zurück. Ein wesentlicher Treiber war die Integration der Cerro Los Gatos Mine, die die Silberproduktion um 84 Prozent auf 15,4 Millionen Unzen ansteigen ließ.
Für 2026 plant das Management nun bewusst einen leichten Rückgang der reinen Silber-Fördermengen auf 13 bis 14 Millionen Unzen. Das Ziel dieser Maßnahme ist eine strikte Konzentration auf margenstärkere Erze, um den anhaltenden inflationären Kostendrücken bei Ausrüstung und Betrieb zu begegnen. Parallel treibt der Konzern die Erweiterung der bestehenden Minen Santa Elena und Gatos voran, um die Effizienz weiter zu steigern.
Dividende und Marktumfeld
Aktionäre profitieren von dieser Entwicklung direkt über eine angepasste Ausschüttungspolitik. Der Vorstand verdoppelte die Quartalsdividende auf zwei Prozent des Nettoumsatzes. Diese an die Einnahmen gekoppelte Struktur ermöglicht Anlegern eine direktere Beteiligung an potenziellen Preisspitzen beim Silber. Die erste Zahlung nach dem neuen Modell ist für Mai angesetzt. Rückenwind könnte dabei vom globalen Markt kommen, da für das laufende Jahr ein weltweites Angebotsdefizit von 67 Millionen Unzen Silber erwartet wird.
Neben dem operativen Tagesgeschäft behält das Management auch stillgelegte Projekte wie die Jerritt Canyon Mine in Nevada im Blick. Laufende Explorationsarbeiten sollen dort die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine spätere Wiederinbetriebnahme verbessern. Der nächste konkrete Prüfstein für die Umsetzung der neuen Margen-Strategie folgt am 13. Mai 2026 mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen.
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