Während der Kurs der Evotec Aktie zuletzt kaum Dynamik zeigte und die Handelsvolumina am Mittwoch einbrachen, positioniert sich im Hintergrund ein finanzielles Schwergewicht neu. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Beteiligung an dem Hamburger Wirkstoffforscher beinahe verdoppelt. Angesichts der jüngsten Kursverluste stellt sich die Frage: Nutzt der Großinvestor die Schwächephase gezielt zum Einstieg?

Institutionelle setzen auf antizyklischen Einstieg

Die Daten der Stimmrechtsmitteilung sprechen eine klare Sprache. Am 13. Januar 2026 überschritt Goldman Sachs die meldepflichtige Schwelle und hält nun 6,12 Prozent der Anteile (zuvor 3,68 Prozent). Dieser signifikante Ausbau der Position – bestehend aus direkt gehaltenen Aktien und Finanzinstrumenten – erfolgt in einem schwierigen Marktumfeld für Evotec.

Am Mittwoch notierte das Papier bei schwachen Umsätzen im Bereich von 5,90 Euro und damit unter dem wichtigen 200-Tage-Durchschnitt von 6,18 Euro. Dass ein Akteur wie Goldman Sachs in dieser charttechnisch angeschlagenen Phase das Engagement massiv ausweitet, werten Marktbeobachter oft als Vertrauensbeweis in die fundamentale Bewertung und die mittelfristigen Perspektiven.

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Strategischer Umbau liefert Liquidität

Der operative Hintergrund für das institutionelle Interesse dürfte der jüngst abgeschlossene Deal mit Sandoz sein. Der Verkauf der Produktionsstätte in Toulouse spült rund 350 Millionen US-Dollar sofort in die Kasse und transformiert das Geschäftsmodell hin zu einer weniger kapitalintensiven Struktur ("Asset-Light").

Zusätzlich winken Meilensteinzahlungen von über 300 Millionen US-Dollar sowie künftige Lizenzgebühren. Diese Liquiditätsspritze reduziert das finanzielle Risiko erheblich und stützt die vom Management bestätigten Ziele für 2028, die ein Umsatzwachstum von 8 bis 12 Prozent sowie eine EBITDA-Marge von über 20 Prozent vorsehen.

Fokus auf Kapitalmarktkommunikation

Parallel zur strategischen Neuausrichtung stärkt Evotec die Schnittstelle zu den Investoren. Mit Dr. Sarah Fakih wurde eine erfahrene Führungskraft für den Bereich Investor Relations gewonnen, was den Anspruch unterstreicht, das Vertrauen am Kapitalmarkt zurückzugewinnen.

Der Einstieg von Goldman Sachs in Kombination mit der gesicherten Liquidität durch den Sandoz-Deal zieht einen Boden unter den Aktienkurs. Solange die Unterstützung im Bereich der 50-Tage-Linie bei 5,56 Euro hält, bietet die aktuelle Bewertung mit einer Marktkapitalisierung von gut einer Milliarde Dollar für institutionelle Anleger offenbar ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis.

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