Evotec Aktie: Erholung stabilisiert sich
Nach einer langen Schwächephase holt die Evotec-Aktie deutlich auf und nähert sich wichtigen charttechnischen Marken. Gleichzeitig sorgen Veränderungen in der Beteiligungsstruktur, ein größerer Standortverkauf und ein Wechsel im Bereich Investor Relations für neue Impulse. Entscheidend wird nun, ob die aktuelle Erholung über kurzfristige Technik hinaus trägt.
Wichtige Punkte im Überblick:
- Kurs plus rund 24 Prozent seit dem 52-Wochen-Tief im Dezember
- Überwundene 50-Tage-Linie und Annäherung an zentrale Widerstände
- JPMorgan mit mehreren schnellen Anpassungen der Beteiligung um die 5-Prozent-Schwelle
- Neuer IR-Chefposten und hoher Mittelzufluss aus Sandoz-Transaktion
- Wichtige News-Events: Healthcare-Konferenzen im Januar, Jahreszahlen Ende März
Deutlicher Rebound und kritische Marken
Heute Vormittag legte der TecDAX-Wert auf XETRA um 5,57 Prozent auf 6,10 Euro zu, im Tagesverlauf wurden kurzfristig 6,126 Euro erreicht. Bereits gestern hatte der Kurs mit dem Anstieg auf 5,824 Euro die 50-Tage-Linie nach oben durchbrochen – ein erstes technisches Kaufsignal nach einem anhaltenden Abwärtstrend.
Damit notiert die Aktie nun in einer breiten Widerstandszone zwischen etwa 5,88/5,89 Euro und 6,07/6,17 Euro. Vom 52-Wochen-Tief bei 4,902 Euro am 9. Dezember hat sich der Kurs damit um rund 24 Prozent erholt.
Die 200-Tage-Linie verläuft aktuell bei 6,51 Euro und stellt bei anhaltender Erholung das nächste übergeordnete technische Ziel dar. Auf der Unterseite hat sich der Bereich um 5,06/5,11 Euro zuletzt als tragfähige Unterstützung gezeigt. Das Tief vom 9. Dezember bei 4,902 Euro gilt als letzte relevante Absicherungsmarke.
JPMorgan dreht an der Beteiligung
Zum Jahresstart veröffentlichte Evotec mehrere Stimmrechtsmitteilungen nach WpHG zu Bewegungen bei JPMorgan Chase & Co. Am 2. Januar meldete die US-Bank zunächst eine deutliche Verringerung ihrer Gesamtposition von 5,62 auf 3,64 Prozent, basierend auf Transaktionen vom 24. Dezember.
Zum Monatsende hin wurde die Beteiligung wieder aufgestockt: Laut Meldung vom 6. Januar stieg der Anteil zum 30. Dezember auf 5,51 Prozent, um zum 31. Dezember leicht auf 5,18 Prozent zurückzugehen. Die direkt gehaltenen Stimmrechte sanken dabei von 3,06 auf 2,73 Prozent, während die über Finanzinstrumente gehaltenen Anteile mit 2,45 Prozent unverändert blieben.
Zusätzlich hält JPMorgan weiterhin Equity Swaps mit Laufzeiten zwischen Oktober 2026 und Februar 2031. Damit bleibt das Institut mittel- bis langfristig mit einer strukturierten Position engagiert.
Neuer IR-Chef und JPMorgan-Konferenz im Fokus
Zum Jahreswechsel hat Evotec Dr. Sarah Fakih zur Executive Vice President und Head of Global Communications and Investor Relations berufen. Sie war zuvor unter anderem bei CureVac und MorphoSys tätig und soll insbesondere die Kapitalmarktkommunikation neu ausrichten und das Verhältnis zu institutionellen Investoren verbessern.
Auf der anstehenden J.P. Morgan Healthcare Conference im Januar wird vom Management ein konkreter Fahrplan für 2026 erwartet. Zentral sind dabei der Einsatz der Mittel aus dem Sandoz-Deal und die weitere Umsetzung der laufenden Reset-Strategie.
Sandoz-Transaktion stärkt Finanzbasis
Bereits im Dezember 2025 hat Evotec den Verkauf des Standorts Toulouse (Just – Evotec Biologics EU) an Sandoz abgeschlossen. Der Deal brachte einen unmittelbaren Mittelzufluss von rund 350 Millionen US-Dollar in bar.
Das Gesamtvolumen kann sich perspektivisch auf über 650 Millionen US-Dollar erhöhen, sofern vereinbarte Meilensteine erreicht werden und Lizenzzahlungen fließen. Diese Liquidität verringert den kurzfristigen Finanzierungsdruck deutlich und schafft Spielraum, sich stärker auf das operative Geschäft und die Umsetzung der strategischen Neuausrichtung zu konzentrieren.
Ausblick: Newsflow bestimmt die nächste Etappe
Charttechnisch hat sich die Ausgangslage nach dem Sprung über die 50-Tage-Linie klar verbessert, die Zone bis zur 200-Tage-Linie um 6,51 Euro bleibt allerdings eine Bewährungsprobe. Kurzfristige Impulse sind vor allem von den Präsentationen auf Healthcare-Konferenzen im Januar zu erwarten. Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist eine fällige Zahlung aus der Bayer-Partnerschaft im Zusammenhang mit der Phase-2a-Studie zu BAY 3401016 für das Alport-Syndrom Anfang 2026. Der nächste umfassende Blick auf die operative Entwicklung folgt mit dem Quartals- und Jahresbericht 2025, der für Ende März angekündigt ist.
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