Evotec Aktie: Bewährungsprobe am 8. April
Am 8. April legt Evotec seinen vollständigen Geschäftsbericht 2025 vor. Für ein Unternehmen, dessen Aktie seit Jahresbeginn rund 21 Prozent verloren hat, ist das mehr als ein Pflichttermin — es ist die erste echte Gelegenheit, Skeptikern konkrete Argumente zu liefern.
Schwacher Ausblick drückt auf die Stimmung
Die vorläufigen Zahlen für 2025 zeigen ein gespaltenes Bild: Konzernumsätze von rund 788 Millionen Euro lagen am oberen Ende der eigenen Prognose, das bereinigte EBITDA von rund 41 Millionen Euro blieb jedoch bescheiden. Dabei entwickelten sich die Segmente gegenläufig — das Kerngeschäft Drug Discovery & Platform Development schrumpfte um 13 Prozent und schrieb operativ rote Zahlen, während die Biologics-Sparte um 40 Prozent zulegte.
Für 2026 erwartet Evotec Umsätze zwischen 700 und 780 Millionen Euro — selbst der obere Rand liegt damit unter dem Vorjahreswert und unter den Markterwartungen. Das bereinigte EBITDA könnte auf null bis 40 Millionen Euro sinken. Evotec bezeichnet das laufende Jahr ausdrücklich als Übergangsjahr, erste operative Verbesserungen sollen erst ab der zweiten Jahreshälfte spürbar werden.
Restrukturierung und Sandoz-Deal schaffen Spielraum
Beim Sparprogramm „Horizon" meldet das Unternehmen Fortschritte: Die Einsparungen könnten 2025 mehr als 60 Millionen Euro erreichen — doppelt so viel wie ursprünglich geplant. Bis Ende 2027 sollen bis zu 800 Stellen gestrichen und das globale Netzwerk auf zehn Standorte reduziert werden. Jährliche Einsparungen von rund 75 Millionen Euro sollen das Ergebnis langfristig entlasten.
Zusätzlichen finanziellen Spielraum verschafft der Verkauf des Biologics-Standorts in Toulouse an Sandoz: 350 Millionen US-Dollar in bar sowie potenziell über 300 Millionen US-Dollar aus Lizenz- und Meilensteinzahlungen. Strategisch will Evotec damit auf ein kapitalärmeres Modell umstellen und stärker über Technologie-Monetarisierung wachsen. Ob das Kerngeschäft dabei wieder verlässlich liefert, muss der Jahresbericht erst noch belegen.
Positive Signale aus der BMS-Partnerschaft
Ein konkreter Erfolg kommt aus der Forschungskooperation mit Bristol Myers Squibb: BMS hat die erste klinische Studie mit BMS-986506 gestartet, einem gemeinsam mit Evotec entwickelten Molecular Glue Degrader zur Behandlung des klarzelligen Nierenzellkarzinoms. Für Evotec bedeutet das eine Meilensteinzahlung von 10 Millionen US-Dollar und den ersten klinischen Nachweis, dass die seit 2018 laufende Partnerschaft greifbare Ergebnisse liefert.
Am 8. April muss Evotec neben vollständigen Restrukturierungsdaten vor allem eine glaubwürdige Guidance für 2026 präsentieren — mit einem klaren Pfad zurück in die Gewinnzone. Kostendisziplin allein dürfte den Markt kaum überzeugen.
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