Zum Abschluss des Europäischen Lungenkrebskongresses in Kopenhagen hat BioNTech eine strategisch bedeutsame Weichenstellung präsentiert: Das Unternehmen kombiniert erstmals seinen HER3-zielgerichteten Antikörper-Wirkstoff-Konjugat BNT326/YL202 mit dem Immunmodulator Pumitamig — eine Kombination, die bislang klinisch ungetestet war und nun im Rahmen einer laufenden Phase-1b/2-Studie evaluiert wird.

Erste Daten stützen Kombinationsstrategie

Der Ausgangspunkt für diese Kombination sind erste klinische Daten aus einer Phase-2-Studie mit BNT326/YL202 bei Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC), die nach Standardtherapien einen Krankheitsprogress zeigten. Die Ergebnisse belegen antitumorale Aktivität bei akzeptablem Sicherheitsprofil. BNT326/YL202 entstand in Zusammenarbeit mit MediLink Therapeutics.

Pumitamig lieferte seinerseits aktualisierte Daten in mehreren Behandlungssettings: als Erstlinientherapie beim extensiven kleinzelligen Lungenkrebs, beim fortgeschrittenen NSCLC sowie bei EGFR-mutierten Tumoren nach Versagen von Tyrosinkinaseinhibitoren. Eine Phase-2-Studie zeigte klinisch bedeutsame Überlebensdaten in Kombination mit Chemotherapie — unabhängig vom PD-L1-Expressionsniveau der Patienten.

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16 laufende Studien, vier in Phase 3

Das Ausmaß des Lungenkrebsprogramms ist beachtlich. BioNTech führt derzeit 16 klinische Studien in verschiedenen Lungenkrebssubtypen durch, darunter vier pivotale Phase-3-Studien und fünf Kombinationsstudien mit bislang klinisch unerprobten Wirkstoffpaaren. Besonders hervorzuheben: Im PRESERVE-003-Trial zeigte Gotistobart gegenüber Chemotherapie eine 54-prozentige Reduktion des Sterberisikos in Stage 1.

Bis Ende 2026 erwartet BioNTech 15 laufende Phase-3-Studien sowie sieben spätstadige Datenpakete — mit mindestens 17 weiteren bis 2030.

Finanzielle Basis und Analystenbild

Die Zahlen für 2025 zeigen einen Nettoverlust von 1,14 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 2,87 Milliarden Euro. Für 2026 erwartet das Unternehmen Erlöse zwischen 2,0 und 2,3 Milliarden Euro — ein weiterer Rückgang, der die nachlassenden COVID-Impfstoffumsätze widerspiegelt. Den nötigen Spielraum für die intensive Forschungstätigkeit sichert eine Kriegskasse von 17,2 Milliarden Euro in liquiden Mitteln und Investments.

Das Analysten-Sentiment bleibt trotz des Kursrückgangs nach dem Abgang eines Mitgründers Anfang März konstruktiv. Goldman Sachs bestätigte seine Kaufempfehlung. Jefferies senkte das Kursziel zwar von 151 auf 138 US-Dollar, hält aber ebenfalls an „Buy" fest. Truist Financial setzt das Ziel bei 155 US-Dollar an. Mit einem aktuellen Kurs von rund 76 Euro und einem Abstand von über 28 Prozent zum 52-Wochen-Hoch spiegelt die Bewertung die Unsicherheiten wider — nicht die Pipeline.

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