Evonik Aktie: Verkaufsempfehlung belastet
Die Stimmung rund um den Spezialchemie-Konzern Evonik trübt sich zu Jahresbeginn weiter ein. Gleich zwei Analysehäuser äußerten sich skeptisch zu den Aussichten der Essener, wobei besonders eine drastische Kurszielsenkung der Berenberg Bank für Verunsicherung sorgt. Droht der Aktie nach dem Rutsch unter wichtige Marken nun ein weiterer Abverkauf?
- Aktueller Kurs: 12,94 €
- 52-Wochen-Tief: 12,83 €
- Analysten-Konsens: Uneinheitlich mit negativer Tendenz
Methionin-Preise drücken auf die Stimmung
Auslöser der aktuellen Skepsis ist eine am 07. Januar veröffentlichte Analyse von Berenberg. Das Haus stufte die Evonik-Papiere von "Hold" auf "Sell" herab und kappte das Kursziel deutlich von 14,60 Euro auf nur noch 11,60 Euro. Als Hauptgrund für diesen pessimistischen Schritt nannten die Experten den anhaltenden Preisdruck bei der Aminosäure Methionin, einem wichtigen Zusatzstoff für Tiernahrung. Diese Entwicklung trübe die Gewinnaussichten für das Geschäftsjahr 2026 spürbar ein.
Untermauert wird diese Einschätzung durch ein Update der britischen Investmentbank Barclays vom Donnerstagmorgen. Zwar bestätigte Analyst Anil Shenoy sein Votum "Equal Weight" sowie das Kursziel von 16 Euro, korrigierte jedoch seine Prognosen für das operative Ergebnis (EBITDA) für 2026 nach unten. Auch hier gelten sinkende Methionin-Preise als treibender Faktor. Marktbeobachter rechnen damit, dass das Evonik-Management in Kürze einen eher konservativen Ausblick präsentieren wird.
Kampf um die Bodenbildung
Die charttechnische Situation spiegelt die fundamentale Skepsis wider. Mit einem aktuellen Kurs von 12,94 Euro ist die Aktie unter die psychologisch wichtige Marke von 13 Euro gefallen und notiert in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Tief bei 12,83 Euro.
Auch die Deutsche Bank hatte bereits am 06. Januar ihr Kursziel auf 13 Euro angepasst, wenngleich sie an ihrer "Hold"-Empfehlung festhielt. Dass der Kurs dieses Niveau nun unterschritten hat, signalisiert eine kurzfristige Schwäche. Ein technisches Detail könnte jedoch für eine baldige Gegenbewegung sprechen: Der Relative Strength Index (RSI) notiert mit einem Wert von 15,8 im stark überverkauften Bereich, was oft auf eine kurzfristige Übertreibung nach unten hindeutet.
Blick auf die Margen
Die Debatte verdeutlicht die hohe Sensibilität des Konzerns gegenüber Preisschwankungen im Segment "Animal Nutrition". Investoren hoffen zwar, dass wachstumsstärkere Bereiche wie "Smart Materials" oder "Specialty Additives" diese Zyklizität abfedern können, doch aktuell dominiert die Sorge vor einer strukturellen Margenschwäche im Basisgeschäft.
Für Anleger richtet sich der Fokus nun vollständig auf die kommende Unternehmenskommunikation. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob der Vorstand Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ankündigt, die den Preisdruck kompensieren können. Solange das Jahrestief bei 12,83 Euro nicht nachhaltig verteidigt wird, bleibt das Risiko weiterer Abgaben bestehen.
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