Evonik Aktie: Verkaufsdruck nimmt zu
Der Essener Spezialchemiekonzern Evonik steckt in einer schwierigen Marktphase. Während das Management versucht, durch interne Umstrukturierungen gegenzusteuern, warnen Analysten vor tiefgreifenden Problemen im Sektor. Angesichts fallender Kurse und kritischer Expertenstimmen fragen sich Investoren: Wie weit kann es noch abwärts gehen?
- Kursrutsch: Die Aktie verlor am Freitag 3,41 % und schloss bei 13,04 €.
- Analystenvotum: Berenberg stuft auf „Sell“, JPMorgan und Barclays bleiben neutral.
- Sektor-Probleme: Preisdruck aus China und Überkapazitäten belasten.
- Charttechnik: Der Abstand zum 52-Wochen-Tief beträgt nur noch 1,64 %.
Analysten sehen strukturelle Hürden
Zum Wochenausklang verstärkte sich der Abwärtsdruck auf das Papier deutlich. Verantwortlich hierfür sind primär skeptische Stimmen aus den Analysehäusern. Die Privatbank Berenberg senkte ihre Einschätzung Anfang Januar auf „Sell“, während JPMorgan und Barclays ihre neutrale Haltung bestätigten. Der Konsens ist eindeutig: Kurzfristiges Potenzial wird kaum gesehen.
Die Experten begründen ihre Zurückhaltung mit fundamentalen Branchenrisiken. Insbesondere massive Überkapazitäten und ein aggressiver Preiswettbewerb durch chinesische Konkurrenten setzen den Margen zu. Auch spezifische Risiken im wichtigen Methionin-Geschäft trüben den Ausblick. Diese Faktoren spiegeln sich im Aktienkurs wider, der mit einem Abschlag von über 41 % zum 52-Wochen-Hoch weit von alten Höchstständen entfernt ist.
Umbau verpufft an der Börse
Die strategischen Bemühungen des Managements finden am Markt derzeit wenig Beachtung. Zum Jahresstart 2026 gliederte der Konzern im Rahmen des Effizienzprogramms „Evonik Tailor Made“ die Infrastruktursparte in die neue Einheit SYNEQT GmbH aus. Ziel ist es, die Standorte Marl und Wesseling effizienter zu gestalten und Werte zu heben.
Doch Anleger gewichten die makroökonomischen Sorgen aktuell schwerer als diese internen Optimierungen. Der Markt honoriert den Umbau bislang nicht, da die externen Belastungen die operative Entwicklung dominieren. Ein Blick auf die technischen Indikatoren unterstreicht die Nervosität: Der RSI (Relative Strength Index) liegt mit einem Wert von 15,8 im extrem überverkauften Bereich, was auf eine panikartige Stimmung hindeutet.
Zahlen im März als Richtungsweiser
Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich nun auf den 4. März 2026. An diesem Datum präsentiert Evonik den Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr sowie die finalen Zahlen für das vierte Quartal. Erst wenn das Unternehmen hier nachweisen kann, dass es sich trotz des schwierigen Umfelds operativ stabilisiert hat, dürfte eine nachhaltige Bodenbildung möglich sein. Bis dahin bleibt das Risiko weiterer Rücksetzer in Richtung der 12-Euro-Marke bestehen.
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