Der Chemiekonzern aus Essen mischt sich in die politische Debatte ein – ein ungewöhnlicher Schritt für einen DAX-notierten Industriekonzern. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine Präsenz im lukrativen Medizintechnikmarkt aus. Doch was bedeutet das für Anleger?

Evonik warnt aktuell öffentlich vor einer Annäherung an die AfD, besonders den Mittelstand hat das Unternehmen dabei im Blick. Ein bemerkenswerter Vorgang, denn börsennotierte Konzerne halten sich üblicherweise mit politischen Stellungnahmen zurück. Der Hintergrund: Im Herbst 2024 hatte der Verband der Familienunternehmen erstmals AfD-Vertreter zu einem Parlamentarischen Abend in Berlin eingeladen – eine Entscheidung, die nach heftiger Kritik wieder zurückgenommen wurde.

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Expansion im Medizintechnikgeschäft

Parallel dazu verkündete Evonik am 2. Februar 2026 die Ausweitung der Vertriebspartnerschaft mit dem US-Distributeur Formerra. Die Vereinbarung umfasst den Vertrieb von Evoniks CARE-Produktlinie für medizinische Anwendungen in den USA und Kanada. Konkret geht es um Hochleistungspolyamide der Produktfamilien VESTAMID und TROGAMID, die in Diagnosesystemen, chirurgischen Instrumenten und Medizingerätegehäusen zum Einsatz kommen.

Das Portfolio richtet sich an Hersteller, die Materialien mit hoher Festigkeit, Transparenz und chemischer Beständigkeit für nicht-implantierbare Anwendungen benötigen. Die Partnerschaft mit Formerra besteht bereits seit zwei Jahren und wird nun gezielt auf den Healthcare-Sektor ausgedehnt.

Starke Bilanz trotz schwierigem Umfeld

Die Zahlen für 2024 zeigen: Evonik erwirtschaftete einen Umsatz von 15,2 Milliarden Euro bei einem bereinigten EBITDA von 2,1 Milliarden Euro. Mit rund 32.000 Mitarbeitern ist der Konzern in über 100 Ländern aktiv. Die Expansion im Medizintechnikbereich könnte neue Wachstumsperspektiven eröffnen – gerade in einem Markt, der weniger konjunkturanfällig ist als klassische Industrieanwendungen.

Die politische Positionierung dürfte bei Investoren unterschiedlich ankommen. Während einige das gesellschaftliche Engagement begrüßen werden, könnten andere die Vermischung von Wirtschaft und Politik kritisch sehen. Bleibt die Frage: Lenkt das Unternehmen damit von operativen Herausforderungen ab oder setzt es ein wichtiges Signal?

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