Evonik Aktie: März-Termin
Evonik-Chef Christian Kullmann positioniert sich ungewöhnlich klar zur politischen Debatte – und fordert von der Industrie eine deutliche Abgrenzung zur AfD. Für Anleger fällt das in eine Phase, in der der Konzern operativ liefern muss: Anfang März stehen die Q4- und Jahreszahlen an. Kann Evonik die schwache Entwicklung aus dem dritten Quartal damit glaubwürdig einordnen und den Transformationskurs untermauern?
CEO fordert klare Distanz
In einem Interview mit dem „Spiegel“ kritisierte Kullmann die zunehmende Annäherung deutscher mittelständischer Unternehmen an die AfD als „verhängnisvoll“. Er zeigte sich „bestürzt und wirklich wütend“ über die Entwicklung und sprach davon, dass viele Wähler inzwischen „einen autoritären Aufräumer dem demokratischen Diskurs“ vorziehen würden.
Als Treiber nannte er die Angst vor Wohlstandsverlust und sozialem Abstieg. Gerade deshalb müsse man die Industrie stärken, so seine Argumentation.
Zahlen am 4. März im Fokus
Für den Kapitalmarkt ist der nächste Fixpunkt bereits terminiert: Am 4. März 2026 legt Evonik die Q4-Zahlen sowie den Jahresabschluss 2025 vor (online und on demand laut Unternehmenskalender). Das ist der Moment, in dem sich zeigen muss, wie belastbar die Jahresprognose ist und wie das Management das Umfeld bewertet.
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Wichtig ist der Termin auch vor dem Hintergrund der Kurslage: Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 13,10 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht damit ein Minus von 27,08% zu Buche. Auffällig: Der RSI (14 Tage) liegt bei 15,8 – ein sehr niedriger Wert, der die zuletzt starke Abwärtsdynamik widerspiegelt.
Rückblick, Ziele und Effizienzprogramm
Im dritten Quartal 2025 hatte Evonik ein schwächeres Ergebnis gemeldet. Das bereinigte EBITDA lag bei 448 Mio. Euro, 22% weniger als im Vorjahr. Der Umsatz sank um 12% auf 3,39 Mrd. Euro. Als Gründe nannte das Unternehmen hohe Unsicherheit und schwache Nachfrage. Für 2025 stellte das Management damals ein bereinigtes EBITDA von rund 1,9 Mrd. Euro in Aussicht.
Strategisch setzt Evonik auf eine Transformation hin zu margenstärkeren Spezialchemikalien. Die Aktivitäten sind dafür in Advanced Technologies und Custom Solutions gegliedert. Zusätzlich soll das Programm „Evonik Tailor Made“ bis Ende 2026 Kosten einsparen. Mittelfristig peilt der Konzern an, das bereinigte EBITDA bis 2027 um 1 Mrd. Euro gegenüber 2023 zu steigern – je zur Hälfte über Wachstum und Optimierung.
- Nächster Berichtstermin: 4. März 2026 (Q4/FY 2025)
- Letztes bekanntes Q3-EBITDA (bereinigt): 448 Mio. Euro (-22% YoY)
- Umsatz Q3 2025: 3,39 Mrd. Euro (-12% YoY)
- EBITDA-Ziel 2025 (damals): rund 1,9 Mrd. Euro (bereinigt)
- Schlusskurs Freitag: 13,10 € (12M: -27,08%)
Am 4. März wird Evonik daher nicht nur Zahlen liefern müssen, sondern auch zeigen, ob Prognose und Effizienzprogramm im aktuellen Umfeld tragen – genau daran dürfte sich die kurzfristige Einordnung der Aktie orientieren.
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