Evonik schraubt an einem sensiblen Stellrad: der Dividende. Zwar fällt die Ausschüttung für 2025 nominal niedriger aus, doch der Konzern koppelt sie künftig klarer an den Gewinn – und bestätigt gleichzeitig die Ergebnisziele. Warum kommt dieser Mix aus Kürzung und Neuausrichtung bei Anlegern dennoch gut an?

Dividende: Weniger Euro, klarere Regeln

Für das Geschäftsjahr 2025 will Evonik eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vorschlagen – nach 1,17 Euro im Vorjahr. Auf dem aktuellen Kursniveau entspricht das laut Unternehmen einer Dividendenrendite von rund 7%.

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Der wichtigere Punkt steckt in der Systemumstellung: Ab 2026 soll die Dividende 40 bis 60% des bereinigten Konzernergebnisses betragen. Die Aktie hatte diese ergebnisorientierte Linie bereits Ende der vergangenen Woche positiv aufgenommen und wurde zum Wochengewinner im MDAX.

Die wichtigsten Fakten:
- Dividende 2025: 1,00 Euro je Aktie (ca. 7% Rendite)
- Neue Dividendenpolitik ab 2026: 40–60% des bereinigten Konzernergebnisses
- Nächster Termin: Geprüfte Zahlen & finaler Dividendenvorschlag am 4. März

Vorläufige Zahlen 2025: Umsatz runter, Ergebnis nach Steuern höher

Die vorläufigen Eckdaten für 2025 spiegeln das schwierige Umfeld wider. Der Umsatz sank um 7% auf 14,1 Mrd. Euro, das bereinigte EBITDA ging um 9% auf 1,874 Mrd. Euro zurück. Damit lag Evonik aber nahe an der eigenen Prognose von 1,9 Mrd. Euro und erfüllte die Markterwartungen weitgehend.

Auffällig: Das Konzernergebnis nach Steuern stieg auf 265 Mio. Euro (Vorjahr: 222 Mio. Euro).

Ausblick 2026 und Umbauprogramm

Für 2026 stellt der Vorstand ein bereinigtes EBITDA von 1,7 bis 2,0 Mrd. Euro in Aussicht. Diese Bandbreite deckt sich mit dem genannten Analystenkonsens (Median: rund 1,8 Mrd. Euro). CEO Christian Kullmann verwies dabei auf Belastungen durch hohe Energiepreise und Wettbewerbsdruck aus China.

Parallel läuft die Restrukturierung: Über das Programm „Evonik Tailor Made“ plant der Konzern den Abbau von bis zu 2.000 Stellen; die Hälfte der Verwaltungsanpassungen sei bereits umgesetzt. Größere Übernahmen schloss die Unternehmensführung bis 2027 aus.

Trotz Effizienzdruck investiert Evonik: Am 7. Februar meldete der Konzern den Start der Kapazitätserweiterung für HTPB in Marl, die im zweiten Quartal 2027 in Betrieb gehen soll. Eine weitere Anlage in Asien befindet sich in der Engineering-Phase.

Zum nächsten festen Orientierungspunkt wird der 4. März: Dann folgen die geprüften Geschäftszahlen sowie der finale Dividendenvorschlag.

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