Deutsche Telekom Aktie: KI-Meilenstein
Die Deutsche Telekom setzt beim Zukunftsthema Künstliche Intelligenz ein klares Ausrufezeichen: In München ist eines der größten KI-Rechenzentren Europas offiziell gestartet. Der Konzern will damit nicht nur Rechenpower verkaufen, sondern sich als europäische Alternative zu US-Clouds positionieren. Entscheidend ist dabei ein Punkt, der für viele Unternehmen immer wichtiger wird: Datensouveränität.
Industrial AI Cloud: Tempo und Milliardenprojekt
Innerhalb von nur sechs Monaten entstand im Münchner Tucherpark die sogenannte „Industrial AI Cloud“. Die Telekom investierte dafür laut Angaben rund eine Milliarde Euro. Basis ist ein Standort, der auf einem ehemaligen Rechenzentrum der Hypovereinsbank aufbaut.
Technisch setzt das Projekt auf Nvidia-Hardware: Rund 10.000 Blackwell-GPUs (unter anderem DGX B200 Systeme und RTX PRO Server) sollen eine Rechenleistung von bis zu 0,5 ExaFLOPS liefern. Die Botschaft ist klar: Wer KI-Modelle trainieren oder anspruchsvolle Simulationen fahren will, braucht Skalierung – und genau diese Kapazität stellt die Telekom nun in Deutschland bereit.
Die wichtigsten Fakten in Kürze:
- Investition: ca. 1 Mrd. Euro
- Ausstattung: rund 10.000 Nvidia Blackwell GPUs
- Leistung: bis zu 0,5 ExaFLOPS
- Standort: München (Tucherpark), ca. 10.700 m²
- Partner/Ökosystem: Nvidia, SAP, Polarise
- Nächste Termine: Q4/Jahreszahlen am 26. Februar 2026, HV am 1. April 2026
Erste Kunden, „Deutschland-Stack“ und Industrie-Fokus
Die Kapazitäten sind nicht nur ein Schaufensterprojekt. Mehrere Unternehmen nutzen die Infrastruktur bereits, darunter Agile Robots, PhysicsX und Quantum Systems.
Zusätzlich arbeitet die Telekom mit SAP an einem „Deutschland-Stack“ für souveräne KI-Anwendungen im öffentlichen Sektor. Siemens wiederum will die Plattform einsetzen, um für Kunden wie Mercedes-Benz und BMW komplexe Simulationen zu ermöglichen – etwa über KI-gestützte digitale Zwillinge. Damit zielt das Projekt sichtbar auf industrielle Anwendungen, bei denen Daten, Rechenlast und regulatorische Anforderungen schnell zum Nadelöhr werden.
Datensouveränität als Verkaufsargument – plus Energie-Story
Die Telekom positioniert das Rechenzentrum ausdrücklich als Angebot „auf deutschem Boden“ und unter deutschen Datenschutzanforderungen. Das adressiert die Sorge mancher Unternehmen, dass bei US-Anbietern Gesetze wie der „Cloud Act“ theoretisch Zugriffe von US-Behörden ermöglichen könnten. Genau hier will der Konzern einen Wettbewerbsvorteil aufbauen.
Auch der Betrieb wird „grün“ aufgeladen: Das Rechenzentrum soll vollständig aus erneuerbaren Energien laufen. Ein Kühlkonzept nutzt Wasser aus dem nahegelegenen Eisbach, und die entstehende Abwärme soll perspektivisch das Quartier Tucherpark mit Wärme versorgen.
Am Markt ist die Aktie zuletzt eher stabil: Mit 30,16 Euro liegt sie nahe dem Freitagsschluss (30,26 Euro), auf 30 Tage betrachtet steht ein Plus von 6,20% zu Buche. Der nächste harte Faktencheck folgt allerdings bald: Am 26. Februar 2026 legt die Telekom die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor.
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