Im September beendeten Geschäftsjahr 2024/25 hat EVN seine Investitionen auf 900 Millionen Euro erhöht und damit einen neuen Rekordstand erreicht. Für die Zukunft hat der österreichische Versorger noch größere Pläne. Bis zum Jahr 2030 sollen mindestens 5,5 Milliarden Euro ausgegeben werden. Auf diesem Wege soll der laufenden Energiewende Rechnung getragen werden und die Ertragskraft langfristig erhöht werden.

Aus Anlegersicht klingen solch ambitionierte Expansionspläne im ersten Moment durchaus positiv. Doch ganz schmerzfrei wird das Wachstum eher nicht ablaufen können. Denn EVN stellte die Investoren bereits im vergangenen Jahr darauf ein, dass aufgrund der hohen Investitionen die Schulden wohl massiv ansteigen werden.

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Übernimmt sich EVN?

Jedes Jahr sollen rund eine Milliarde Euro in Investitionen gesteckt werden, wodurch sich die Nettoverschuldung wohl um 200 Millionen Euro pro Jahr erhöhen wird, wie "Der Standard" zu berichten weiß. Der Verschuldungsgrad werde laut Finanzvorstand Alexandra Wittmann bis zum Jahr 2030 auf 34 Prozent anwachsen und sich damit in etwa verdoppeln.

Neue Schulden bringen freilich auch neue Risiken mit sich. Ob sich EVN damit letztlich übernehmen wird, das wird auch von der Entwicklung der Zinsen abhängen. Da momentan mit einem sinkenden Trend in dieser Beziehung gerechnet wird, scheinen die Expansionspläne opportun zu sein. Um die Anleger bei der Stange halten zu können, werden aber auch die Ratingagenturen mitspielen müssen. Mit jenen befindet sich die EVN AG auch bereits im Gespräch, um das eigene A-Rating halten zu können.

Es bleibt eine Wette

Die Ausgaben bei EVN geschehen nicht unüberlegt und das Unternehmen verfolgt damit ein strategisch nachvollziehbares Ziel. Dennoch sind Vorhaben in derartigen Maßstäben immer auch ein Risiko. Es bleibt eine Wette darauf, dass die Märkte sich in den nächsten Jahren weiter in Richtung der Erneuerbaren verschieben werden. Geht die Rechnung auf, so würde einer Fortsetzung der Kursrallye kaum etwas im Wege stehen. Mit einem Selbstläufer haben Anleger s bei der EVN-Aktie aber noch lange nicht zu tun.

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