Eutelsat zementiert seinen Anspruch als führender europäischer Satellitenbetreiber und treibt den Ausbau seiner Infrastruktur voran. Mit einem umfangreichen Großauftrag an Airbus sichert das Unternehmen nicht nur den Fortbestand seiner OneWeb-Konstellation, sondern rüstet technologisch deutlich auf. Zahlt sich die kapitalintensive Expansionsstrategie langfristig aus?

Großauftrag für die Zukunft

Der Satellitenbetreiber gab am 12. Januar bekannt, dass Airbus Defence and Space 340 weitere Satelliten für das Niedrigerdorbit-Netzwerk (LEO) fertigen wird. Zusammen mit einer vorangegangenen Bestellung über 100 Einheiten im Dezember 2024 summiert sich das Auftragsvolumen auf 440 Satelliten. Die Produktion erfolgt auf einer neuen Linie im Airbus-Werk in Toulouse, wobei die ersten Auslieferungen für Ende 2026 terminiert sind.

Diese Investition dient primär der Erneuerung der Flotte. Die neuen Einheiten ersetzen ältere Modelle am Ende ihrer Lebensdauer und gewährleisten so die Servicekontinuität für Kunden. Technisch setzt Eutelsat dabei auf Upgrades: Verbesserte digitale Kanalumsetzer und eine flexiblere Architektur sollen die Effizienz steigern. Zudem bieten die Satelliten Raum für sogenannte "Hosted Payloads", was die Erschließung zusätzlicher Geschäftsfelder ermöglicht.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eutelsat?

Strategische Positionierung und Finanzierung

Das OneWeb-Netzwerk, das aktuell aus über 600 Satelliten in 1.200 Kilometern Höhe besteht, ist das Herzstück der Wachstumsstrategie. Eutelsat agiert hier als einziger europäischer Anbieter in einem Markt, der von wenigen globalen Akteuren dominiert wird. Ziel ist es, die steigende Nachfrage nach schnellen Verbindungen mit niedriger Latenz sowohl im zivilen als auch im staatlichen Sektor zu bedienen.

Finanziert wird dieser technologische Kraftakt unter anderem durch die jüngsten Kapitalmaßnahmen. Erst im Dezember 2025 schloss der Konzern eine Bezugsrechtsemission über rund 670 Millionen Euro ab. Dieser Schritt war Teil eines umfassenderen Pakets von insgesamt 1,5 Milliarden Euro, das die Bilanz stärken und die strategischen Ambitionen decken soll.

Die Fakten im Überblick:

  • Auftragsvolumen: 340 neue Satelliten (Gesamtbestellung: 440)
  • Partner: Airbus Defence and Space
  • Zeitplan: Auslieferung ab Ende 2026
  • Marktposition: Einziger europäischer LEO-Betreiber

Fokus auf Februar-Zahlen

Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den 13. Februar 2026. An diesem Tag veröffentlicht Eutelsat die Halbjahresergebnisse. Entscheidend wird sein, ob das starke Wachstum im LEO-Segment, das im ersten Quartal bei über 70 Prozent lag, die hohen Investitionskosten rechtfertigt und sich im operativen Ergebnis niederschlägt.

Eutelsat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat-Analyse vom 28. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Eutelsat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Eutelsat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...