Bitcoin: Enttäuschungen wiederholt?
Bitcoin bekommt aktuell gleich von zwei Seiten Gegenwind: aus der US-Geldpolitik und aus Washingtons Regulierungsecke. Auslöser war die Nachricht, dass Präsident Donald Trump den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als nächsten Chef der US-Notenbank nominieren will. Für den Kryptomarkt ist das mehr als Personalpolitik – es geht um Liquidität und die Frage, wie risikofreundlich das Umfeld in den kommenden Monaten bleibt.
Fed-Personalien als Auslöser
Der Kursrutsch setzte ein, nachdem Trumps Ankündigung die Erwartungen an einen Führungswechsel bei der Fed schlagartig erhöht hatte. Laut Reuters stiegen die Wettquoten auf Polymarket, dass Warsh der Kandidat wird, innerhalb von zwei Stunden von 37% auf 87%.
Warsh gilt als Befürworter einer kleineren Fed-Bilanz. Genau das macht Anleger nervös: Kryptowährungen haben in der Vergangenheit oft davon profitiert, wenn die Notenbank viel Liquidität im System ließ. Wird dieser „Liquiditäts-Teppich“ ein Stück weit weggezogen, trifft das häufig zuerst spekulativere Anlageklassen. Ein Stratege von Wilson Asset Management brachte es gegenüber Reuters sinngemäß auf den Punkt: Sobald über weniger Fed-Unterstützung gesprochen wird, geraten Absicherungen gegen eine Bilanzausweitung wie Gold und Krypto unter Druck.
Zwangsverkäufe verstärken die Bewegung
Der Rückgang blieb nicht bei normalen Verkäufen. Er löste eine Welle an Liquidationen aus – also Zwangsschließungen gehebelter Positionen. Laut CoinGlass-Daten, auf die sich CoinDesk bezieht, wurden innerhalb von 24 Stunden Positionen im Wert von mehr als 1,68 Mrd. US-Dollar glattgestellt. Rund 93% davon entfielen auf Long-Positionen – viele Trader hatten also auf steigende Kurse gesetzt und wurden dann vom Markt „ausgespült“.
Ein paar zentrale Punkte aus den genannten Marktdaten:
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- Über 267.000 Trader wurden innerhalb von 24 Stunden liquidiert
- Bei Bitcoin entfielen rund 780 Mio. US-Dollar auf Liquidationen, bei Ethereum mehr als 414 Mio. US-Dollar
- Die größte Einzel-Liquidation war eine BTC‑USDT‑Position über 80,57 Mio. US-Dollar auf HTX
In den bereitgestellten Kursdaten spiegelt sich der Druck klar wider: Bitcoin fiel am Freitag um 5,15% und markierte mit 84.570,41 USD ein neues 52‑Wochen-Tief.
Regulierung rückt näher – aber mit Fragezeichen
Zusätzlich kam Bewegung in die US-Krypto-Regulierung. Nach Reuters-Angaben brachte der Agriculture Committee des US-Senats am 29. Januar einen Entwurf voran, der der CFTC mehr Zuständigkeit für Spot-Kryptomärkte geben und Regeln für digitale Rohstoffbörsen, Broker und Händler schaffen soll.
Allerdings ist der Weg noch weit: Für eine Mehrheit im gesamten Senat wären laut Reuters mindestens sieben demokratische Stimmen nötig. Cory Booker, ranghöchster Demokrat im Ausschuss, äußerte zudem Bedenken, dass Aspekte rund um Decentralized Finance (DeFi) nicht ausreichend adressiert seien. Parallel dazu wollte das Weiße Haus mit Vertretern aus Banken- und Kryptoindustrie über einen Fahrplan für eine begleitende Gesetzgebung im Senate Banking Committee sprechen.
Was als Nächstes wichtig wird
Drei konkrete Termine und Marken stehen im Fokus: Erstens muss Warsh vor Amtsantritt vom Senat bestätigt werden; Jerome Powells Amtszeit läuft am 15. Mai 2026 aus. Zweitens ist offen, ob und wie schnell die geplante Begleitgesetzgebung im Banking Committee vorankommt. Drittens schauen viele Trader auf technische Marken: CoinDesk verwies darauf, dass ein Rutsch unter 85.000 USD weiteren Abwärtsdruck signalisieren könnte – als nächster Bereich wurde das Tief vom April 2025 bei 75.000 USD genannt.
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