Der französisch-britische Satellitenbetreiber drückt bei seiner Wachstumsstrategie aufs Tempo. Mit einem massiven Investitionspaket für die OneWeb-Konstellation und wichtigen Vertragsverlängerungen stellt das Unternehmen die Weichen für die kommenden Jahre neu. Marktbeobachter werten die jüngsten Abschlüsse als klare Ansage im Wettbewerb um die globale Konnektivität.

Großauftrag an Airbus über 2,2 Milliarden Euro

Im Zentrum der strategischen Neuausrichtung steht der massive Ausbau der OneWeb-Flotte im niedrigen Erdorbit (LEO). Eutelsat erteilte Airbus Defence & Space Mitte Januar den Zuschlag für 340 zusätzliche Satelliten. Zusammen mit einer Order vom Dezember 2024 umfasst das Gesamtvolumen nun 440 neue Einheiten.

Das Investitionsvolumen für diesen Schritt beläuft sich auf geschätzte 2,2 Milliarden Euro exklusive Startkosten. Die in Toulouse gefertigten Satelliten sollen ab Ende 2026 ausgeliefert werden und ältere Modelle ablösen. Technisch setzt Eutelsat auf eine optimierte Architektur für höhere Langzeitleistung und Kapazitäten für militärische Nutzlasten.

Partnerschaften für Starts und TV-Geschäft

Um die neue Hardware ins All zu befördern, sicherte sich der Konzern am 16. Januar vertraglich Startkapazitäten bei MaiaSpace. Die Tochter der ArianeGroup soll zwischen 2027 und 2029 rund zehn Starts durchführen und damit etwa die Hälfte des geplanten Bedarfes abdecken. Zum Einsatz kommt dabei die in Entwicklung befindliche, teilweise wiederverwendbare Maia-Rakete.

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Neben der LEO-Expansion vernachlässigt das Management das klassische TV-Geschäft nicht. Die Schweizer Plattform Kabelio verlängerte ihren Vertrag für die HOTBIRD-Position vorzeitig bis Ende 2031. Dieser Schritt sichert langfristige Einnahmen aus der Verbreitung von über 60 HD-Kanälen und bestätigt die anhaltende Relevanz der geostationären Infrastruktur.

Finanzierung und Aktionärsstruktur

Die finanziellen Mittel für diese Offensive stammen primär aus einer im Dezember 2025 durchgeführten Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden Euro. Diese Transaktion festigte auch die Eigentümerstruktur:
* Französischer Staat: 29,65 Prozent
* Bharti Space (Indien): 17,88 Prozent
* Britische Regierung: 10,89 Prozent

Das Unternehmen ist zudem Teil des SpaceRISE-Konsortiums für das europäische Satellitensystem IRIS², was weitere langfristige Perspektiven eröffnet.

Konkreter Ausblick

Das Management hat klare finanzielle Zielmarken gesetzt: Für das Geschäftsjahr 2028-2029 wird ein Umsatz zwischen 1,5 und 1,7 Milliarden Euro angestrebt, wobei das LEO-Segment um mindestens 50 Prozent wachsen soll. Ob die aggressive Investitionsstrategie kurzfristig Früchte trägt, wird sich am 13. Februar 2026 zeigen, wenn Eutelsat die nächsten Quartalszahlen vorlegt.

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