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Ein technischer Ausfall hat Eutelsat zu einem Schritt veranlasst, den das Unternehmen aus politischen Gründen längst hätte vollziehen können: Die Kapazitätsverträge mit dem staatlichen russischen Satellitenbetreiber RSCC sind beendet. Gleichzeitig hat der Konzern ein umfassendes Refinanzierungspaket abgeschlossen und setzt den Fokus klar auf das Wachstumsgeschäft mit LEO-Satelliten.
Technischer Ausfall beendet Russland-Kooperation
Am 4. März stellte der russische Satellit Express AT1 an der 56-Grad-Ost-Position seinen Betrieb ein — ohne dass RSCC eine Erklärung für den Ausfall liefern konnte. Der zweite betroffene Satellit, Express AT2, soll zudem von seiner bisherigen Position bei 140 Grad Ost verlegt werden. Eutelsat hatte auf beiden Satelliten insgesamt 27 Transponder geleast, um die Abdeckung der eigenen Satelliten bei 36 Grad Ost zu ergänzen.
Die finanziellen Folgen sind überschaubar: Eutelsat beziffert die Erlösauswirkung auf einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag, der Einfluss auf das EBITDA im laufenden Geschäftsjahr sei nahezu null. Die Jahresziele bleiben unverändert. Die GEO-Flotte schrumpft von 33 auf 31 Satelliten.
Symbolisch wiegt der Schritt schwerer. Eutelsat stand wegen seiner Russland-Kooperation unter zunehmendem Erklärungsdruck, seit Moskau die Ukraine überfallen hat. Die Vertragsbeendigung beseitigt eine geopolitische Belastung — ausgelöst durch Technik, nicht durch eine strategische Entscheidung.
Milliarden für den LEO-Ausbau
Parallel dazu hat Eutelsat seinen Finanzierungsrahmen für die kommenden Jahre abgesteckt. Am 5. März schloss das Unternehmen ein Senior-Notes-Angebot über 1,5 Milliarden Euro ab:
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- 850 Millionen Euro, fünfjährige Laufzeit, Kupon 5,75 %
- 650 Millionen Euro, siebenjährige Laufzeit, Kupon 6,25 %
Die Erlöse lösen zwei ältere Anleihen vollständig ab — eine 600-Millionen-Euro-Tranche mit 2,25 % Kupon (Fälligkeit 2027) und eine weitere über 600 Millionen Euro mit 9,75 % Kupon (Fälligkeit 2029).
Im Februar kam eine Exportkreditagentur-Finanzierung über rund 1 Milliarde Euro hinzu, mit der Eutelsat 440 neue LEO-Satelliten bei Airbus Defence and Space bestellt hat. Sie sollen die bestehende OneWeb-Konstellation schrittweise ersetzen. Zusammen mit weiteren Bankschulden-Verlängerungen finanziert das Gesamtpaket Investitionen von rund 4 Milliarden Euro bis 2029.
OneWeb als Wachstumsmotor
Das LEO-Segment ist längst kein Nischengeschäft mehr. Die OneWeb-Erlöse stiegen zuletzt um knapp 60 % auf rund 111 Millionen Euro im Jahresvergleich und machen inzwischen etwa 20 % des Gesamtumsatzes aus. Eutelsat peilt Erlöse von über 1,5 Milliarden Euro bis Ende des Geschäftsjahres 2028/29 an — getragen vom LEO-Wachstum, das Rückgänge im klassischen TV-Geschäft ausgleichen soll.
Am 12. Mai veröffentlicht Eutelsat die Umsatzzahlen für das dritte Quartal. Die Frage, ob das OneWeb-Wachstum stark genug ist, um den strukturellen GEO-Rückgang zu kompensieren, wird sich an diesen Zahlen konkret ablesen lassen.
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