Eutelsat Aktie: Aufräumen im Orbit
Der Satellitenbetreiber Eutelsat organisiert die Müllabfuhr im Weltall. Um ausgediente OneWeb-Satelliten aus dem niedrigen Erdorbit (LEO) zu entfernen, treibt der Konzern eine neue Mission zur aktiven Trümmerbeseitigung voran. Parallel dazu strafft das Unternehmen seine traditionelle Flotte, was den strategischen Schwenk hin zum rasant wachsenden LEO-Geschäft untermauert.
Premiere für orbitale Müllabfuhr
Gestern gaben das Raumfahrtunternehmen Isar Aerospace und der Wartungsspezialist Astroscale eine Vereinbarung für die sogenannte ELSA-M-Mission bekannt. Eine „Spectrum“-Trägerrakete von Isar Aerospace wird dabei einen 520 Kilogramm schweren Servicer ins All befördern. Das Ziel dieser Demonstration ist das Einfangen und die anschließende kontrollierte Entfernung eines ausgedienten Eutelsat-Satelliten.
Für den Konzern ist dieses öffentlich-private Projekt mit der europäischen und britischen Weltraumbehörde von hoher strategischer Bedeutung. Marktbeobachter werten kommerzielle Entsorgungsdienste als zwingende Voraussetzung, um künftige Betriebsgenehmigungen sowie die Versicherbarkeit der wachsenden OneWeb-Konstellation zu sichern. Eutelsat schärft mit diesem Schritt zudem sein Profil bei den zunehmend wichtigen ESG-Kriterien.
Flottenumbau und LEO-Wachstum
Zeitgleich zur LEO-Offensive bereinigt Eutelsat seine geostationäre (GEO) Infrastruktur. Nach dem Ende spezifischer Kapazitätsverträge für die Satelliten Express AT1 und AT2 schrumpft die aktive GEO-Flotte nun auf 31 Einheiten. Diese Reduktion spiegelt die klare Ausrichtung auf die eigene Multi-Orbit-Strategie wider.
Die jüngsten Geschäftszahlen geben dem Management bei diesem Umbau recht. Im ersten Halbjahr 2025-26 verzeichnete das LEO-Segment ein Umsatzplus von rund 60 Prozent. Mittlerweile steuert dieser Bereich etwa ein Fünftel zum Gesamtumsatz bei und federt den strukturellen Rückgang im klassischen Video-Geschäft spürbar ab.
Die hohen Vorlaufkosten für den Ausbau der LEO-Dienste drücken zwar die aktuelle EBITDA-Marge auf 52,1 Prozent, gefährden die operativen Ziele des Unternehmens jedoch nicht. Mit einer Liquidität von 2,1 Milliarden Euro, gestützt durch die Anfang März erfolgreich abgeschlossene Refinanzierung, verfügt Eutelsat über ein solides Fundament. Diese Kapitalausstattung ermöglicht es dem Konzern, die geplante Erweiterung der OneWeb-Flotte um hunderte neue Satelliten bis 2027 planmäßig umzusetzen.
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