Mit einem Nettogewinn von 3,51 Milliarden Euro für 2025 lieferte die Erste Group ein starkes Ergebnis — und schüttet dennoch nur einen Bruchteil davon aus. Der Grund liegt in einer der größten Transaktionen der Unternehmensgeschichte.

7 Milliarden Euro für Polen

Im Januar 2026 übernahm das Institut für rund 7,0 Milliarden Euro einen kontrollierenden Anteil von 49 Prozent an der Santander Bank Polska — vollständig aus eigenen Mitteln. Das polnische Institut ist nach Bilanzsumme das drittgrößte Kreditinstitut des Landes und bringt über 300 Filialen sowie rund sechs Millionen Kunden in den Konzern. Ergänzt wird die Transaktion durch einen 50-Prozent-Anteil am polnischen Vermögensverwalter Santander TFI.

Um die Kapitalbasis zu schonen, strich die Erste Group ein bereits geplantes Aktienrückkaufprogramm über 700 Millionen Euro und begrenzte die Ausschüttungsquote für 2025 auf maximal zehn Prozent. Das Ergebnis: eine Bardividende von 0,75 Euro je Aktie — nach 3,00 Euro im Vorjahr.

Prognose mit Rückenwind aus Warschau

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Die polnischen Ergebnisse fließen ab dem ersten Quartal 2026 erstmals in die Konzernbilanz ein. Das Management erwartet dadurch einen Anstieg des Gewinns je Aktie um mehr als 20 Prozent sowie eine Eigenkapitalrendite (ROTE) von rund 19 Prozent für das Gesamtjahr. Parallel entstand mit der Banco Santander eine strategische Allianz im Firmen- und institutionellen Kundengeschäft.

Die harte Kernkapitalquote lag zum Jahresende 2025 bei 19,3 Prozent — deutlich über dem neuen Zielwert von mindestens 14,25 Prozent, den das Management für das laufende Jahr ausgegeben hat. Spielraum für künftige Ausschüttungen ist also vorhanden, sobald die Integration abgeschlossen ist. Die Hauptversammlung muss der Dividende von 0,75 Euro noch zustimmen.

An der Börse hat die Aktie die Expansionsstrategie bislang nicht mit Kursgewinnen honoriert: Seit Jahresanfang liegt sie rund 13 Prozent im Minus und notiert knapp an ihrem 200-Tage-Durchschnitt bei etwa 90,67 Euro.

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