Die mit Spannung erwarteten Zahlen der Erste Group konnten sich sehen lassen. Das Unternehmen berichtete für das vergangene Jahr über einen Zinsüberschuss, der von 7,5 auf 7,8 Milliarden Euro klettern konnte. Gleichzeitig stieg der Nettogewinn von 3,1 auf nun 3,5 Milliarden Euro an. Es machte sich eine höhere Kreditentwicklung bemerkbar und vor allem in Tschechien, Ungarn und Kroatien konnte ein ansehnliches Wachstum erzielt werden.

Im laufenden Jahr kommt nach der Übernahme der Santander Bank Polska Polen als Wachstumsmarkt hinzu. Dazu gab das Unternehmen nun einen ersten Ausblick. Der Zinsüberschuss soll 2026 auf über elf Milliarden Euro anschwellen, während der Nettogewinn knapp unter vier Milliarden Euro landen soll. Verglichen mit den Jahreszahlen für 2025 wird also ein deutlicher Sprung in Richtung Norden in Aussicht gestellt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Erste Bank?

Die Erste Group kappt die Dividende

Betont wurde vom Management, dass auch ohne die Effekte der bald als Erste Bank Polska auftretenden Tochter weiteres Wachstum erzielt werden könne. Gleichwohl scheinen die Zahlen nun umso mehr angekurbelt zu werden. Das hat allerdings seinen Preis. Rund sieben Milliarden Euro hat der Konzern in die Hand genommenen, um sich einen beherrschenden Anteil in Höhe von 49 Prozent zu sichern. Finanziert wurde dies ausschließlich aus eigenen Mitteln.

Dadurch bedingt wird die Dividende nun deutlich geringer ausfallen. Vorgeschlagen werden sollen auf der Hauptversammlung 0,75 Euro je Aktie, nachdem für 2024 noch drei Euro je Anteilsschein ausgeschüttet wurden. Das schmerzt die Anleger dann doch sichtlich und die Aktie der Erste Group gab im frühen Handel am Donnerstag um etwas mehr als ein Prozent nach.

Die Aussicht bleibt freundlich

Dass die Dividende bei der Erste Group geringer ausfallen würde, damit war zu rechnen. Offenbar hatten die Anleger aber wohl darauf gehofft, dass die Rückgänge etwas verträglicher ausfallen würden. Damit bleibt eine kleine, kurzfristige Enttäuschung. Im Austausch dafür gibt es umso freundlichere Aussichten bei der langfristigen Entwicklung. Sollten aus Polen die versprochenen Wachstumssignale kommen, so dürfte die Aktie der Erste Bank die leichten Verluste aus dem heutigen Handel mühelos verdauen.

Erste Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Erste Bank-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Erste Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Erste Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Erste Bank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...