Equinor hat seinen Jahresbericht 2025 veröffentlicht — und darin steckt eine klare Botschaft: Erneuerbare Energien bleiben Teil der Strategie, aber Rentabilität geht vor Tempo. Der norwegische Energiekonzern bremst bei neuen Grünprojekten und richtet die Kapitalallokation strenger an Profitabilität aus.

Umbau der Energiesparte

Konkret hat Equinor eine neue Geschäftseinheit namens "Power" geschaffen, die Erneuerbare, flexible Stromerzeugung, Energiespeicherung und Stromhandel unter einem Dach bündelt. Die Logik dahinter: Wer Windstrom erzeugt, soll ihn auch direkt vermarkten und speichern können — um so mehr Wert aus der gesamten Kette zu ziehen.

Bei der Windkraft lief es 2025 trotz des verlangsamten Ausbautempos besser als im Vorjahr. Die Eigenproduktion erneuerbarer Energie stieg um 25 Prozent auf 3,67 Terawattstunden. Projekte wie Empire Wind, Dogger Bank sowie die Offshore-Windparks Bałtyk 2 und 3 schritten voran.

Öl und Gas tragen die Last

Das klassische Fördergeschäft lieferte solide: Die Gesamtproduktion von Flüssigkeiten und Gas stieg um 3,4 Prozent auf 2.137 Tausend Barrel Öläquivalent pro Tag. Neue Felder in Norwegen und Brasilien stützten das Ergebnis. Das bereinigte Betriebsergebnis lag bei 27,6 Milliarden US-Dollar, der bereinigte Nettogewinn bei 6,43 Milliarden US-Dollar.

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Beim CO₂-Ausstoß verzeichnete Equinor Fortschritte: Die operierten Scope-1- und Scope-2-Emissionen sanken auf 10,1 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent — ein Rückgang von 34 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2015. Zudem fiel die Entscheidung zur zweiten Ausbauphase des Carbon-Capture-Projekts Northern Lights.

Die Aktie notiert aktuell auf einem 52-Wochen-Hoch und hat seit Jahresbeginn rund 72 Prozent zugelegt — ein Kursanstieg, der die Erwartungen an eine disziplinierte Kapitalstrategie bereits einpreist.

Schatten im Jahresbericht

Nicht alles verlief reibungslos. Im September 2025 ereignete sich am Standort Mongstad ein tödlicher Arbeitsunfall, der eine interne Untersuchung nach sich zog. Die Häufigkeit schwerer Zwischenfälle sank zwar auf einen Rekordtiefstwert von 0,21 pro Million Arbeitsstunden — der Unfall bleibt dennoch ein Makel im ansonsten positiven Sicherheitsbild.

Mit einer Eigenkapitalrendite von 14,5 Prozent und einem bereinigten Nettoverschuldungsgrad von 17,8 Prozent steht Equinor finanziell stabil da. Die Neuausrichtung — weniger Tempo bei Erneuerbaren, mehr Fokus auf Profitabilität — ist kein Rückzug aus der Energiewende, sondern eine Anpassung an ein Marktumfeld, das grüne Projekte zuletzt langsamer reifen ließ als erwartet.

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