Die E.ON-Aktie geriet heute unter Druck und verlor zeitweise über 3 Prozent auf 17,57 Euro. Auslöser: Die Bank of America stufte den deutschen Energieversorger von "Kaufen" auf "Neutral" herab. Das neue Kursziel liegt bei 18 Euro – knapp über der aktuellen Notierung. Doch was steckt hinter dieser Entscheidung?

Regulierung als Unsicherheitsfaktor

Die BofA-Analysten um Julius Nickelsen sehen E.ON vor einem "schwierigen Balanceakt" bei der Präsentation der Jahresergebnisse am 25. Februar 2026. Das Unternehmen muss die Erwartungen der Anleger an höhere Investitionen mit einer starken Verhandlungsposition gegenüber der Bundesnetzagentur in Einklang bringen. Die nächste Regulierungsperiode RP5 für 2029 bis 2033 steht an – und hier lauert das Risiko.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei E.ON?

Die Bewertung der Aktie lässt kaum Spielraum für Enttäuschungen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15 für 2027 und einer Prämie von über 50 Prozent auf die regulierte Vermögensbasis liegt E.ON deutlich über historischen Durchschnittswerten. Die Analysten reduzierten ihre Gewinnprognosen für 2029 und 2030 um rund 6 Prozent und verwiesen auf anhaltende regulatorische Unsicherheiten in Deutschland.

Teufel steckt im Detail

Auf den ersten Blick sehen die geplanten Eigenkapitalrenditen für die neue Regulierungsperiode mit 6,0 bis 6,8 Prozent attraktiv aus – deutlich über den 4,13 Prozent für Altanlagen in der laufenden Periode RP4. Doch die BofA-Analysten warnen: Die Zahlen täuschen. Die effektive Eigenkapitalrendite von E.ON zum Ende von RP4 liegt bereits bei 5,72 Prozent. Der Sprung auf 6,31 Prozent in RP5 fällt damit wesentlich bescheidener aus als die reinen Zahlen suggerieren.

Hinzu kommt eine technische Belastung: Der regulatorische Rahmen für das "Fotojahr" dürfte 2029 einen negativen Effekt von rund 135 Millionen Euro verursachen, da E.ON zwei Jahre Inflation bei den Betriebskosten verliert. Die Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie zwischen 1,41 und 1,59 Euro für 2030 – je nach regulatorischem Ausgang und Investitionsniveau eine Abweichung von minus 5 bis plus 7 Prozent zum Konsens.

Zwei entscheidende regulatorische Entwürfe werden für den Sommer 2026 erwartet: Papiere zum Betriebskosten-Anpassungsfaktor und zur Gasnetzregulierung. Diese geben direkten Aufschluss über die erlaubten Renditen für Stromverteilnetze. Die BofA geht davon aus, dass E.ON erst später im Jahr 2026 ein vollständiges Investitionspaket vorlegen wird – wenn die regulatorische Klarheit zunimmt.

E.ON-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue E.ON-Analyse vom 05. Februar liefert die Antwort:

Die neusten E.ON-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für E.ON-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

E.ON: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...