Apple Aktie: EU-Entscheidung enttäuscht
Apple kann aufatmen – aber die Börse zeigt sich unbeeindruckt. Die EU-Kommission verzichtet darauf, Apple Maps und Apple Ads als sogenannte „Gatekeeper" unter dem Digital Markets Act (DMA) einzustufen. Die Begründung: Zu geringe Nutzung in Europa. Doch während Cupertino die Entscheidung feiert, reagieren Anleger verhalten. Die Aktie gibt im vorbörslichen NASDAQ-Handel zeitweise um 0,91 Prozent auf 273,98 Dollar nach.
Kein Gatekeeper-Status für Apple-Dienste
Die Europäische Kommission hat am Donnerstag entschieden, dass Apple Maps und Apple Ads nicht als wichtige Zugangstore für Unternehmen gelten. „Apple Maps weist in der EU eine relativ geringe Gesamtnutzungsrate auf und Apple Ads verfügt im Online-Werbesektor in der EU nur über eine sehr begrenzte Reichweite", so die offizielle Begründung.
Damit bleibt Apple deutlich strengere Regulierung erspart. Als Gatekeeper gelten Dienste mit mehr als 45 Millionen monatlich aktiven Nutzern in der EU – eine Schwelle, die beide Services offenbar deutlich verfehlen. Eine entsprechende Einstufung hätte Apple gezwungen, Beschränkungen zu lockern und Drittanbieter-Werbenetzwerken Zugang zu gewähren.
Formelle Einwände zeigen Wirkung
Apple hatte im Vorfeld formelle Einwände eingereicht und argumentiert, die DMA-Kriterien seien auf Maps und Ads nicht anwendbar. Diese Strategie ging auf. „Wir begrüßen die Entscheidungen der Europäischen Kommission", erklärt das Unternehmen. Die Dienste stünden in Europa in erheblichem Wettbewerb – eine Einschätzung, die Brüssel nun teilt.
Die verhaltene Kursreaktion zeigt jedoch: Anleger hatten mit diesem Ausgang bereits gerechnet. Die begrenzte Marktdurchdringung beider Services in Europa war kein Geheimnis. Während Google Maps den Kartenmarkt dominiert und Meta sowie Google im Werbegeschäft die Nase vorn haben, spielt Apple in beiden Segmenten auf dem alten Kontinent nur eine Nebenrolle. Die EU-Entscheidung ändert daran nichts – und bietet entsprechend wenig Kursfantasie.
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