Energy Fuels Aktie: Politisches Ping-Pong
Die Aktie von Energy Fuels durchlebte diese Woche eine Achterbahnfahrt – ausgelöst durch widersprüchliche Signale aus Washington. Während zunächst eine milliardenschwere Rohstoff-Initiative für Euphorie sorgte, folgte nur einen Tag später ein herber Dämpfer. Der Uran- und Seltene-Erden-Produzent steht im Zentrum einer neuen US-Rohstoffstrategie, deren Konturen sich erst abzeichnen.
Project Vault: 12 Milliarden Dollar für strategische Reserven
Am 3. Februar 2026 löste Präsident Trump mit der Ankündigung von "Project Vault" eine erste Rally aus. Das Programm sieht den Aufbau einer strategischen Mineralienreserve vor, finanziert durch rund 12 Milliarden Dollar. Die Mittel setzen sich aus 2 Milliarden Dollar privatem Kapital und einem 10-Milliarden-Dollar-Kredit der US-Export-Import-Bank zusammen.
Das Lager kann alle von mehr als 50 vom US-Innenministerium als kritisch eingestuften Mineralien umfassen – darunter Seltene Erden, Lithium und Uran. Energy Fuels produziert als eines der wenigen US-Unternehmen sowohl Urankonzentrat als auch Seltene Erden und profitierte zunächst deutlich von der Nachricht.
Handelsblock-Pläne drücken die Stimmung
Die positive Dynamik kehrte sich jedoch am 4. Februar abrupt um. Vizepräsident JD Vance stellte Pläne für einen präferentiellen Handelsblock vor, der 55 Länder umfassen soll. Die Initiative zielt auf koordinierte Mindestpreise ab, um Chinas Dominanz in der Verarbeitung kritischer Mineralien zu brechen.
Die Reaktion fiel ernüchternd aus. Aktien von Mineralienunternehmen wie MP Materials, Critical Metals, NioCorp Developments und USA Rare Earth verzeichneten Verluste zwischen 6 und 14 Prozent. Auch der Uran-Sektor geriet unter Druck – Energy Fuels gab von seinen jüngsten Höchstständen deutlich nach.
Wichtige Eckdaten auf einen Blick:
- Project Vault Volumen: ~12 Mrd. Dollar (10 Mrd. Ex-Im Bank, 2 Mrd. privat)
- Handelsblock-Teilnehmer: 55 Länder
- ASM-Übernahme: 299 Mio. Dollar
- Uranproduktion 2025: Über 1 Million Pfund
- 52-Wochen-Spanne: 3,20 – 27,90 Dollar
Aggressive Expansionsstrategie
Unabhängig von den politischen Turbulenzen treibt Energy Fuels seine Wachstumspläne voran. Am 20. Januar 2026 gab das Unternehmen die Übernahme von Australian Strategic Materials (ASM) für 299 Millionen Dollar bekannt. Durch die Transaktion entsteht ein vertikal integrierter Seltene-Erden-Produzent mit Legierungskapazitäten – einschließlich einer Anlage in Südkorea mit 1.300 Tonnen Jahreskapazität.
Mitte Januar präsentierte das Unternehmen Details zur Expansion seiner US-Verarbeitungskapazitäten für Seltene Erden. Die Investitionskosten fallen niedriger aus als ursprünglich erwartet. Geplant sind Produktionskapazitäten von 6.000 Tonnen NdPr und 240 Tonnen Dysprosium pro Jahr.
Ende Dezember 2025 meldete Energy Fuels, dass die Uranproduktion die Prognose für das Geschäftsjahr 2025 übertroffen habe – mit mehr als einer Million Pfund produziertem Uran.
White Mesa Mill als strategischer Vorteil
Energy Fuels betreibt mit der White Mesa Mill in Utah die einzige lizenzierte und aktive konventionelle Uran-Vanadium-Mühle in den USA. Diese Position verschafft dem Unternehmen potenziell Vorteile bei der Umsetzung der neuen Rohstoffstrategie – sofern die Details geklärt sind.
Der Uransektor befindet sich nach Einschätzung von Analysten in einem mehrjährigen Bullenmarkt, getrieben durch Angebotsengpässe und steigende Nachfrage aus der Kernkraft. Am 24. Februar 2026 folgen die Quartalszahlen von Energy Fuels, die Aufschluss über die operative Entwicklung geben dürften.
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