Energy Fuels Aktie: Neue Impulse
Energy Fuels hat im Januar gleich mehrere operative und strategische Nachrichten geliefert, die Anleger aufhorchen ließen. Im Mittelpunkt stehen eine geplante Übernahme in Australien und belastbare Wirtschaftlichkeitsdaten für den Ausbau der Seltene-Erden-Verarbeitung in den USA. Die Frage ist: Wie greifbar sind die angekündigten Wachstumsschritte – und wann könnten sie sich in der Produktion niederschlagen?
Wichtige Eckpunkte auf einen Blick:
- Geplante ASM-Übernahme: rund 299 Mio. US-Dollar
- Phase-2-Ausbau White Mesa: 410 Mio. US-Dollar Investitionsbedarf
- Bewertungskennzahl laut Unternehmen (Phase 2 + Vara Mada): NPV 3,7 Mrd. US-Dollar
- 52-Wochen-Hoch Ende Januar: 27,90 US-Dollar
ASM-Übernahme: Seltene Erden entlang der Kette
Am 20. Januar unterschrieb Energy Fuels eine Vereinbarung (Scheme Implementation Deed), um 100% von Australian Strategic Materials (ASM) zu übernehmen. Das Volumen liegt bei etwa 299 Mio. US-Dollar (447 Mio. A$). Die Transaktion ist als „scheme of arrangement“ nach australischem Recht strukturiert.
ASM-Aktionäre sollen 0,053 Energy-Fuels-Aktien je ASM-Aktie erhalten. Dazu kommt eine unversteuerte Sonderdividende („unfranked“) von bis zu 0,13 A$ je Aktie. Daraus ergibt sich ein impliziter Gesamtwert von 1,60 A$ je ASM-Aktie. Nach Abschluss würden die bisherigen ASM-Aktionäre zusammen rund 5,8% der ausstehenden Energy-Fuels-Aktien halten.
Strategisch bringt der Deal zwei zentrale Vermögenswerte:
- das Dubbo-REE-Projekt in New South Wales
- die Korean Metals Plant (KMP), die ASM als eine der wenigen produzierenden Anlagen für Seltene-Erden-Metalle und -Legierungen außerhalb Chinas beschreibt
Energy Fuels will zudem ASM-Technologie und geistiges Eigentum nutzen, um eine Metall- und Legierungsanlage in den USA aufzubauen. Ziel: 2.000 Tonnen Legierungsproduktion pro Jahr.
Der ASM-Vorstand empfiehlt die Transaktion einstimmig. Der Non-Executive Chair Ian Gandel, der rund 13,6% der ASM-Aktien hält, will dafür stimmen. Die Aktionärsversammlung ist für Ende Mai oder Anfang Juni geplant, der Vollzug für Ende Juni.
Machbarkeitsstudie: Phase 2 mit klaren Kennzahlen
Bereits am 15. Januar veröffentlichte das Unternehmen eine bankfähige Machbarkeitsstudie (BFS) für die Phase-2-Erweiterung der Seltene-Erden-Verarbeitung in der White Mesa Mill (Utah). Die Studie beziffert die Investitionskosten für den Phase-2-Kreislauf auf 410 Mio. US-Dollar. Die kalkulierten All-in-Kosten liegen bei 29,39 US-Dollar je Kilogramm NdPr-Äquivalent.
Die Kapazitätsziele der Erweiterung:
- 6.000 Tonnen NdPr-Oxid pro Jahr
- 240 Tonnen Dysprosium-Oxid pro Jahr
- 66 Tonnen Terbium-Oxid pro Jahr
Nach Darstellung des Unternehmens könnte diese Kapazität bis 2030 bis zu 45% des US-Bedarfs an leichten Seltene-Erden-Oxiden decken – und bei schweren Seltenen Erden wie Dysprosium und Terbium sogar bis zu 100%.
Für den Phase-2-Kreislauf zusammen mit dem Vara-Mada-Projekt nennt Energy Fuels einen aktuellen Netto-Barwert (NPV) von 3,7 Mrd. US-Dollar sowie ein erwartetes jährliches EBITDA von rund 765 Mio. US-Dollar über die ersten 15 Jahre. Die regulatorische Genehmigung für Phase 2 erwartet das Unternehmen bis Mitte 2027. Bau und Inbetriebnahme sind für das erste Quartal 2029 vorgesehen.
Kurs, Analysten und Uran: Rückenwind aus mehreren Richtungen
Ende Januar erreichte die Aktie ein neues 52‑Wochen‑Hoch von 27,90 US-Dollar. Als Treiber werden die ASM-Ankündigung, die BFS-Ergebnisse sowie Initiativen des US-Energieministeriums zur Stärkung der nuklearen Brennstoff-Lieferkette genannt.
Auch Analysten reagierten: Roth Capital stufte von „Sell“ auf „Neutral“ hoch und erhöhte das Kursziel von 13,00 auf 15,50 US-Dollar. B. Riley blieb bei „Buy“ mit 27,00 US-Dollar Kursziel. HC Wainwright bestätigte ebenfalls „Buy“ und nannte 26,75 US-Dollar.
Operativ meldete Energy Fuels zudem Fortschritte im Uran-Geschäft: Ende Dezember hieß es, das US-Uran-Segment habe die Jahresprognose übertroffen. Die Minen Pinyon Plain (Arizona) und La Sal Complex (Utah) förderten 2025 zusammen mehr als 1,6 Mio. Pfund Uran – rund 11% über dem oberen Ende der Guidance. Für das vierte Quartal 2025 erwartet das Unternehmen Uranverkäufe von 360.000 Pfund und einen Bruttoumsatz von etwa 27,0 Mio. US-Dollar.
Entscheidend werden nun die nächsten Fixpunkte: die ASM-Abstimmung Ende Mai/Anfang Juni mit angepeiltem Vollzug Ende Juni – sowie der regulatorische Zeitplan für Phase 2 mit erwarteter Genehmigung bis Mitte 2027 und geplanter Inbetriebnahme im ersten Quartal 2029.
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