Lange Zeit dominierten Prognosesenkungen und Projektverzögerungen den Kursverlauf des Bremer Windpark-Entwicklers, doch nun mehren sich die optimistischen Stimmen. Die DZ Bank hat das Unternehmen als „unterschätzten Pionier“ identifiziert und eine klare Kaufempfehlung ausgesprochen. Angesichts extrem weit auseinanderklaffender Analystenziele stellt sich die Frage: Wie viel Luft nach oben hat das Papier tatsächlich?

Neue „Buy“-Einstufung sorgt für Aufmerksamkeit

Thorsten Reigber, Analyst der DZ Bank, hat die Coverage für Energiekontor mit einem „Buy“-Rating aufgenommen. Er beziffert den fairen Wert auf 49 Euro. Seine positive Einschätzung stützt sich primär auf die gut gefüllte Projektpipeline und die aktuellen Rekord-Baukapazitäten. Reigber sieht in dem Unternehmen einen Akteur, der vom dynamischen Wachstum im deutschen Onshore-Windmarkt überproportional profitieren könnte.

Die wichtigsten Fakten zur aktuellen Lage:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Energiekontor?

  • Neues Kursziel DZ Bank: 49 Euro (Potenzial von rund 30 Prozent).
  • Höchstes Kursziel am Markt: 106 Euro (M.M. Warburg & Metzler).
  • Projekt-Status: 21 Projekte mit rund 640 Megawatt befinden sich aktuell in Bau oder Vorbereitung – ein historischer Höchststand.
  • Aktuelle Bewertung: Die Aktie notiert derzeit bei 37,80 Euro.

Analysten uneinig über Ausmaß der Chancen

Während die DZ Bank mit 49 Euro ein eher konservatives Ziel setzt, sehen andere Häuser den fairen Wert deutlich höher. M.M. Warburg Research und Metzler Capital Markets rufen jeweils 106 Euro auf, was fast einer Verdreifachung des aktuellen Kursniveaus entspräche. First Berlin positioniert sich mit 79 Euro dazwischen. Das durchschnittliche Kursziel von 85 Euro verdeutlicht, dass die Experten den Titel derzeit als massiv unterbewertet betrachten.

Trotz der jüngsten Stabilisierung mit einem Plus von gut 9 Prozent auf 30-Tages-Sicht, spiegelt der Kurs noch immer die Belastungen der letzten zwölf Monate wider. In diesem Zeitraum verlor das Papier über 20 Prozent an Wert, nachdem im Oktober 2025 die Gewinnprognose aufgrund von Verzögerungen auf 30 bis 40 Millionen Euro EBT gesenkt werden musste.

Operativer Fortschritt bestätigt

Das Management hat die reduzierte Guidance für das abgelaufene Geschäftsjahr bestätigt, verweist jedoch auf die operative Trendwende. Die hohe Anzahl an Projekten im Bau und die erfolgreichen Finanzierungsabschlüsse („Financial Close“) für 13 Projekte im Jahr 2025 deuten darauf hin, dass die Probleme primär zeitlicher Natur waren.

Die langfristige Wachstumsstrategie bis 2028 bleibt unangetastet. Marktbeobachter rechnen für das laufende Jahr mit einem Umsatzanstieg auf durchschnittlich 166 Millionen Euro. Sollte das Unternehmen die Abarbeitung der rekordhohen Pipeline ohne weitere regulatorische Störungen fortsetzen, könnte sich die Bewertungslücke zu den Analystenzielen schrittweise schließen.

Energiekontor-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Energiekontor-Analyse vom 19. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Energiekontor-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Energiekontor-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Energiekontor: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...