Energiekontor zieht zwei Fäden gleichzeitig: Das Unternehmen kauft weiter eigene Aktien zurück und meldet Fortschritte beim Ausbau des Eigenportfolios. Trotzdem richtet sich der Blick vieler Anleger auf einen Termin, der für Einordnung sorgen soll: den Geschäftsbericht für 2025 Ende März. Kann das operative Wachstum dann auch überzeugend in den Ergebnispfad übersetzt werden?

Heute gibt die Aktie deutlich nach und notiert bei 37,60 Euro (-4,33%). Damit bewegt sie sich praktisch auf Höhe des 50-Tage-Durchschnitts, bleibt aber klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt.

Aktienrückkauf: Knapp Halbzeit

Der Rückkauf läuft planmäßig weiter. In der Woche vom 16. bis 20. Februar erwarb Energiekontor 1.325 eigene Aktien über XETRA. Seit Start am 7. Juli 2025 summiert sich das Programm damit auf 39.049 Stück.

Geplant sind bis spätestens 30. Juni 2026 insgesamt bis zu 80.000 Aktien, gedeckelt durch einen maximalen Gesamtkaufpreis von 9,0 Millionen Euro. Unterm Strich ist damit etwa die Hälfte des Zielvolumens erreicht – bei gleichzeitig rund der Hälfte der noch verbleibenden Laufzeit. Gemessen an knapp 13,94 Millionen ausstehenden Aktien (Stand Ende 2025) bleibt die Maßnahme zwar überschaubar, sie setzt aber ein kontinuierliches Signal.

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Eigenportfolio wächst – Oederquart am Netz

Operativ gab es zuletzt einen konkreten Meilenstein: Mitte Februar ging der repowerte Windpark Oederquart (Landkreis Stade) ans Netz. Sechs neue Enercon-Anlagen ersetzen zehn ältere. Die Standortkapazität liegt nun bei rund 33 Megawatt, etwa die Hälfte davon wird dem Eigenportfolio zugerechnet.

Damit beziffert Energiekontor die Kapazität der konzerneigenen Wind- und Solarparks auf rund 450 Megawatt. Zusätzlich sind Projekte mit mehr als 200 Megawatt für das eigene Portfolio im Bau. Für 2026 sind drei Fertigstellungen mit zusammen über 120 Megawatt geplant – darunter zwei Solarparks in Mecklenburg-Vorpommern (rund 113 MWp) mit langfristigen PPAs sowie eine Einzelwindenergieanlage in Niedersachsen (rund 7 Megawatt).

Prognose bestätigt – der 31. März wird zum Prüfstein

Beim Ergebnis hält Energiekontor an seiner Prognose für 2025 fest: Das Unternehmen bestätigte zuletzt eine EBT-Bandbreite von 30 bis 40 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2024 lag das EBT bei 36,2 Millionen Euro bei 126,5 Millionen Euro Umsatz. Gleichzeitig steht im Raum, dass auf der Hauptversammlung im Juli 2025 für 2025 noch 70 bis 90 Millionen Euro EBT in Aussicht gestellt worden waren – im Kontext des mittelfristigen Ziels von 120 Millionen Euro EBT bis 2028.

Der nächste harte Datenpunkt folgt am 31. März 2026 mit dem Geschäftsbericht. Danach stehen die Q1-Zwischenmitteilung am 13. Mai und die Hauptversammlung am 27. Mai 2026 an. Gerade der Bericht Ende März dürfte entscheidend dafür sein, wie Projektverkäufe und der wachsende Eigenbestand zur bestätigten EBT-Spanne für 2025 und zum Ergebnispfad der kommenden Jahre passen.

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