Rekord-Bauvolumen, aber deutlich geringere Gewinne als erwartet: Energiekontor steckt in einer Wachstumsdelle, die das Unternehmen selbst verursacht hat. Die Bremer bauen so viel wie nie zuvor — doch die Erträge folgen erst später.

Wenn Wachstum die Bilanz belastet

Im Geschäftsjahr 2025 erreichten 14 Wind- und Solarprojekte mit zusammen mehr als 350 Megawatt den Financial Close. Gleichzeitig befinden sich 21 Projekte mit rund 640 Megawatt im Bau oder in der Bauvorbereitung — ein historischer Höchststand. Mitte Februar ging zudem der repowerte Windpark Oederquart mit 17 zusätzlichen Megawatt ans Netz, die Eigenkapazität liegt nun bei rund 450 Megawatt.

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Das Problem: Projekterlöse fließen erst mit Netzanschluss in die Bücher. Ein Großteil der laufenden Vorhaben geht erst 2027 ans Netz. Die bestätigte EBT-Prognose für 2025 liegt entsprechend bei 30 bis 40 Millionen Euro — weit unter den ursprünglich auf der Hauptversammlung im Juli genannten 70 bis 90 Millionen Euro.

Verkäufe und Rückkäufe als Stabilisatoren

Konkrete Abschlüsse sichern zumindest künftige Erlöse. Die Windparks Haberloh (79 MW) und Heidkrug (14 MW) in Niedersachsen gehen mit zusammen 93 Megawatt an den österreichischen Versorger illwerke vkw — schlüsselfertige Übergabe Ende 2027, geplante Jahresproduktion rund 220 Gigawattstunden.

Parallel kauft das Management eigene Aktien zurück. Allein in der ersten Märzwoche wurden 1.320 Stück erworben; seit Programmstart im Juli 2025 sind es insgesamt über 39.000 Aktien. Ein Signal, dass das Management die aktuelle Kursschwäche — die Aktie notiert rund 25 Prozent unter dem Vorjahresniveau — als übertrieben bewertet.

Geschäftsbericht Ende März als nächster Prüfstein

Am 31. März veröffentlicht Energiekontor den Geschäftsbericht 2025. Entscheidend wird sein, wie überzeugend das Unternehmen den Weg Richtung 2027/2028 untermauert — also wann die Rekord-Pipeline tatsächlich in belastbaren Ertragszahlen ankommt. Q1-Zwischenmitteilung und Hauptversammlung folgen am 13. Mai beziehungsweise 27. Mai 2026. Bis dahin bleibt die Aktie, die zuletzt bei 37,50 Euro schloss, eng an den Erwartungen der Investoren gebunden.

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