BMW Aktie: Strategieüberblick heute
Weniger Gewinn, aber mehr Ausschüttung — BMW lieferte am Donnerstag ein Jahresergebnis voller Widersprüche. Der Konzern kämpft mit China-Schwäche und Zolldruck, hält aber an einer aktionärsfreundlichen Politik fest.
Zahlen unter Druck, Dividende trotzdem rauf
Das EBIT sank 2025 um 11,5 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro, der Umsatz gab um 6,3 Prozent auf 133,5 Milliarden Euro nach. Hauptbelastung: der anhaltend schwache China-Markt, wo die Auslieferungen um 12,5 Prozent einbrachen. Europa und die Americas legten dagegen mit +7,3 und +5,6 Prozent solide zu und verhinderten Schlimmeres. Insgesamt lieferte BMW knapp 2,46 Millionen Fahrzeuge aus — ein minimales Plus von 0,5 Prozent.
Trotz der schwächeren Zahlen schlägt der Vorstand eine Dividendenerhöhung auf 4,40 Euro je Stammaktie vor, zehn Cent mehr als im Vorjahr. Der Free Cashflow der Automobilsparte soll 2026 auf über 4,5 Milliarden Euro steigen. Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm über bis zu zwei Milliarden Euro läuft noch bis April 2027.
Zölle belasten, Neue Klasse soll Wachstum bringen
Für 2026 erwartet BMW einen moderaten Rückgang beim Vorsteuergewinn. Höhere Zölle dürften die EBIT-Marge im Automobilsegment um rund 1,25 Prozentpunkte belasten — die Marge soll zwischen 4 und 6 Prozent liegen. Finanzchef Walter Mertl rechnet allerdings ab der zweiten Jahreshälfte mit Entlastung, sobald die EU-Zölle auf US-Autos auf null sinken.
Strategisch setzt BMW auf den Rollout der Neue-Klasse-Plattform: Bis Ende 2027 sollen mehr als 40 neue oder überarbeitete Modelle folgen. Der iX3 als erstes Modell der Plattform hat die internen Erwartungen bereits übertroffen. Die Serienproduktion des elektrischen i3 soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 im Münchner Werk anlaufen.
Am 14. Mai übernimmt Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic das Ruder von Oliver Zipse — und erbt damit sowohl die Herausforderungen als auch den strategischen Rahmen, den sein Vorgänger gesetzt hat. Die BMW-Aktie notiert rund 16 Prozent unter ihrem Jahresauftaktsniveau und laut Morningstar etwa 22 Prozent unter dem fairen Wert von 103 Euro — ein Bewertungsabschlag, der die Unsicherheiten des Umfelds widerspiegelt, aber auch zeigt, wie viel Aufholpotenzial die Plattform-Offensive freisetzen könnte.
BMW-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BMW-Analyse vom 14. März liefert die Antwort:
Die neusten BMW-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BMW-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BMW: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








