Energiekontor Aktie: Operativer Rekordlauf
Nach der Gewinnwarnung im Oktober atmen Anleger auf. Der Projektentwickler bestätigte zum Jahresende nicht nur seine korrigierten Ergebnisziele für 2025, sondern meldete gleichzeitig einen historischen Höchststand bei den Bauprojekten. Ist das die operative Wende für den zuletzt volatilen SDAX-Titel?
Der Bremer Konzern hält an der Prognose für das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) von 30 bis 40 Millionen Euro fest. Diese Bestätigung sorgte an der Börse für Erleichterung, nachdem das Ziel im Herbst noch deutlich von ursprünglich bis zu 90 Millionen Euro gekappt werden musste. Investoren honorierten die Planungssicherheit und trieben den Kurs am 29. Dezember um über fünf Prozent auf 35,80 Euro.
Pipeline auf Höchststand
Während die Finanzzahlen 2025 noch unter der Prognoseanpassung litten, läuft der operative Motor auf Hochtouren. Energiekontor verzeichnet so viele Projekte in der Umsetzung wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte.
Die operativen Fakten im Überblick:
* Historisches Hoch: 21 Projekte mit rund 640 Megawatt befinden sich aktuell im Bau oder in der Bauvorbereitung.
* Verkaufsstärke: Sieben Windparkprojekte mit insgesamt 209 Megawatt wurden veräußert (Vorjahr: 51 MW).
* Finanzierung gesichert: 14 Projekte erreichten 2025 den Financial Close.
Besonders das Jahresendgeschäft lief stark. Kurz vor Weihnachten wurden Verträge über den schlüsselfertigen Verkauf zweier Windparks mit über 90 Megawatt Nennleistung unterzeichnet. Zudem wird das Projekt Alpen-Bönninghardt (11 MW) nach Fertigstellung Ende 2027 den Eigenbestand stärken.
Zeitverzögerung in der Bilanz
Trotz der Rekordmeldungen dämpfte CEO Peter Szabo überzogene Erwartungen an die kurzfristigen Gewinne. Die operativen Erfolge schlagen sich erst zeitverzögert in den Geschäftszahlen nieder. Da der Großteil der aktuellen Baustellen erst 2026 und 2027 fertiggestellt wird, verschiebt sich die Ergebnisrealisierung entsprechend in die kommenden Geschäftsjahre.
Auch das eigene Bestandsportfolio befindet sich im Umbau. Ein älterer Windpark (14 MW) wurde opportunistisch verkauft, doch das Repowering-Projekt Oederquart soll diese Lücke im ersten Quartal 2026 bereits wieder schließen. Das langfristige Ziel bleibt ambitioniert: Bis 2028 plant das Management weiterhin einen EBT-Anstieg auf rund 120 Millionen Euro.
Die nächste Bewährungsprobe steht am 31. März 2026 an. Dann muss der Geschäftsbericht final belegen, dass die untere Bandbreite der Ergebnisprognose sicher erreicht wurde und das Fundament für die erwarteten Ertragssprünge in den Folgejahren tatsächlich trägt.
Energiekontor-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Energiekontor-Analyse vom 01. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Energiekontor-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Energiekontor-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Energiekontor: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








