Eli Lilly steht aktuell im Fokus zweier unangenehmer Nachrichten, die den Aktienkurs unter Druck setzen. Während US-Behörden die Preisschraube bei wichtigen Medikamenten anziehen wollen, meldet der Konkurrent Roche vielversprechende Daten aus der Adipositas-Forschung. Für die erfolgsverwöhnte Pharma-Aktie bedeutet dies wachsenden Gegenwind an gleich zwei strategisch wichtigen Fronten.

Behördendruck auf Margen

Der primäre Auslöser für die aktuelle Zurückhaltung ist die Ankündigung der US-Behörde CMS (Centers for Medicare & Medicaid Services). Eli Lilly wurde für die dritte Runde der staatlichen Preisverhandlungen ausgewählt. Dass nun erstmals auch Medikamente unter dem sogenannten "Medicare Part B" betroffen sind, sorgt für Unsicherheit am Markt. Investoren befürchten, dass diese staatlichen Eingriffe die zukünftigen Gewinnmargen der betroffenen Produkte beschneiden könnten.

Roche rüttelt am Duopol

Zusätzlich zur regulatorischen Unsicherheit drückt neue Konkurrenz auf die Stimmung. Der Schweizer Pharma-Riese Roche präsentierte am Dienstag Phase-II-Daten für seinen Adipositas-Hoffnungsträger CT-388. Die Studie zeigte nach 48 Wochen einen placebo-bereinigten Gewichtsverlust von 22,5 Prozent bei der höchsten Dosierung.

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Marktbeobachter, darunter Analysten von Jefferies, sehen den Wirkstoff damit auf Augenhöhe mit Eli Lillys etabliertem Blockbuster Zepbound. Bislang teilten sich Eli Lilly und Novo Nordisk den lukrativen Markt für GLP-1-Medikamente weitgehend allein auf. Die Aussicht auf einen dritten ernstzunehmenden Wettbewerber mit vergleichbaren Wirksamkeitsdaten zwingt Anleger nun, die langfristige Wettbewerbsposition neu zu bewerten.

Bewertung und Analystenreaktion

Diese Nachrichten treffen auf eine anspruchsvolle Bewertung der Aktie. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) um 52 ist bereits viel Optimismus im Kurs enthalten, was den Titel anfällig für negative Nachrichten macht. Als Reaktion auf das veränderte Umfeld senkte das Analysehaus Guggenheim sein Kursziel auf 1.161 US-Dollar, hält aber grundsätzlich an der Kaufempfehlung fest.

Trotz der aktuellen Belastungsfaktoren gibt es operative Lichtblicke:
* Pipeline-Erfolg: Die FDA erteilte kürzlich den "Breakthrough Therapy"-Status für einen Eierstockkrebs-Kandidaten des Unternehmens, was die Strategie zur Diversifizierung jenseits des Stoffwechsel-Portfolios stützt.
* Insider-Kauf: Behördendaten zeigen, dass US-Senator Angus King Ende Dezember Aktien von Eli Lilly erworben hat, was als Vertrauenssignal gewertet werden kann.

Nach einem Kursrutsch von über 15 Prozent in den letzten 30 Tagen auf aktuell 913,50 Euro notiert die Aktie laut RSI (28,5) inzwischen im überverkauften Bereich. Ob dies bereits eine Bodenbildung darstellt, wird davon abhängen, wie robust sich die Umsätze der Hauptumsatzträger Mounjaro und Zepbound in den kommenden Quartalen gegen die aufkommende Konkurrenz behaupten können.

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