Disney Aktie: Anleihe-Rückkehr und Führungswechsel
Disney steht vor einem entscheidenden personellen und finanziellen Umbruch. Während sich der Konzern nach vier Jahren erstmals wieder frisches Kapital am Anleihemarkt besorgt, wirft ein kostspieliger Flop im Filmgeschäft Schatten auf die Bilanz. Kann der designierte CEO Josh D'Amaro das Ruder rechtzeitig herumreißen?
- Kapitalmarkt: Erste Investment-Grade-Anleihe seit 2020 platziert.
- Personal: Josh D'Amaro übernimmt am 18. März den CEO-Posten von Bob Iger.
- Kino-Flop: Analysen schätzen den Verlust für „Snow White“ auf 170 Millionen US-Dollar.
- KI-Strategie: Partnerschaft mit OpenAI bei gleichzeitigem Schutz des geistigen Eigentums gegenüber Google.
Rückkehr an den Anleihemarkt
Vorgestern reichte Disney Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC für eine mehrteilige Anleihe-Emission ein. Es handelt sich um die erste Veräußerung von Investment-Grade-Papieren seit dem Jahr 2020. Das Angebot umfasst sowohl festverzinsliche als auch variabel verzinsliche Papiere, die durch die Tochtergesellschaft TWDC Enterprises 18 Corp. garantiert werden. Der Konzern nutzt dieses Zeitfenster, um sich Finanzierungskosten für allgemeine Unternehmenszwecke zu sichern, kurz bevor Josh D'Amaro am 18. März offiziell die Leitung übernimmt.
Finanzieller Dämpfer im Filmsegment
Überschattet wird die Kapitalmaßnahme von neuen Daten zur Performance der Realverfilmung von „Snow White“. Aktuelle Berichte beziffern die Brutto-Produktionskosten auf rund 336,5 Millionen US-Dollar. Nach Abzug von Steuererstattungen verbleiben Nettokosten von etwa 271,6 Millionen US-Dollar. Angesichts weltweiter Kinoeinnahmen von nur 205,7 Millionen US-Dollar resultiert daraus ein geschätzter Verlust von rund 170 Millionen US-Dollar für das Studio. Dieser Rückschlag verdeutlicht die anhaltenden Schwierigkeiten in der Content-Sparte unmittelbar vor dem Führungswechsel.
KI-Schutz und strategische Partnerschaften
Im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) verfolgt Disney einen defensiven und zugleich offensiven Kurs. Gestern wurde bekannt, dass Google die Generierung von Disney-Charakteren in seinen KI-Tools wie Gemini blockiert. Vorausgegangen war eine Unterlassungserklärung des Medienriesen zum Schutz seines geistigen Eigentums aus dem Jahr 2025. Parallel dazu setzt der Konzern auf Kooperation: Eine Lizenzvereinbarung mit OpenAI ermöglicht die Nutzung des Video-Generators Sora für zukünftige Projekte.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 18. März, wenn Josh D'Amaro die Nachfolge von Bob Iger antritt. Die jüngsten Quartalszahlen lieferten ihm eine stabile Ausgangslage: Der Umsatz im ersten Quartal 2026 stieg auf 26 Milliarden US-Dollar, wobei besonders das Streaming-Geschäft mit einem Plus von 13 Prozent bei den Abonnenteneinnahmen ein deutliches Wachstum verzeichnete.
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