Die Disney-Aktie brach am Montag massiv ein und verlor 6,5 Prozent auf 105,47 US-Dollar. Damit führte der Entertainmentriese die Verliererliste im Dow Jones Industrial an – und das, obwohl die Papiere vorbörslich noch klar im Plus notiert hatten.

Hohe Werbekosten belasten

Verantwortlich für den Kursrutsch war das erste Geschäftsquartal des Konzerns. Zwar fiel der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie etwas besser aus als erwartet, doch die Anleger zeigten sich unbeeindruckt. Der Grund: Disney musste im vergangenen Quartal massiv in die Werbung für Kinofilme investieren. Der bestätigte Ausblick auf ein besseres zweites Geschäftshalbjahr verfing ebenfalls nicht – zumal das Unternehmen vor weiter steigenden Kosten für die Übertragungsrechte von Sportveranstaltungen warnte.

Analysten bleiben optimistisch

Markus Leistner von der DZ Bank bewertet die Zahlen deutlich positiver als der Markt. Im Streamingbereich habe die Profitabilität einen Höhepunkt erreicht, während Kinoerfolge wie "Zootopia 2" Rückenwind gäben. Die Freizeitparks und das florierende Kreuzfahrtgeschäft blieben ein Stabilitätsanker. Das sieben Milliarden Dollar schwere Aktienrückkaufprogramm sowie die Dividendenerhöhung wertet Leistner positiv. Er hob seinen fairen Wert von 135 auf 137 US-Dollar an und bekräftigte seine Kaufempfehlung.

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Jason Bazinet von der Citigroup sieht Umsatz und bereinigtes Ergebnis je Aktie über den Erwartungen. Die Besucherzahlen in den Themenparks dürften die Prognosen ebenfalls übertroffen haben. Das angestrebte zweistellige EPS-Wachstum für 2025/26 liege im Rahmen der Markterwartungen von zwölf Prozent. Bazinet empfiehlt die Aktie weiterhin zum Kauf und nennt ein Kursziel von 140 Dollar.

Nachfolge-Entscheidung steht bevor

Derweil könnte die jahrelange Suche nach einem Nachfolger für Konzernchef Bob Iger in die entscheidende Phase gehen. Laut Kreisen dürfte der Verwaltungsrat schon bald Josh D'Amaro, den Chef der Freizeitpark-Sparte, zum neuen Konzernchef küren. Das Gremium könnte bereits in den kommenden Tagen entsprechend abstimmen. Der seit 1998 bei Disney tätige Manager steht allerdings intern im Wettbewerb mit Dana Walden, der Co-Vorsitzenden der Entertainmentsparte.

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