Die Deutz Aktie liefert weiter ab. Am Freitag sprang der Kurs um 3,5 Prozent auf 10,90 Euro – bei einem um 371 Prozent erhöhten Handelsvolumen. Die Marktkapitalisierung erreicht damit rund 1,65 Milliarden Euro. Innerhalb eines Jahres hat sich der Wert des Kölner Motorenherstellers mehr als verdoppelt. Was steckt hinter dieser beeindruckenden Entwicklung?

Die wichtigsten Faktoren:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutz AG?

  • Neue Konzernstruktur mit fünf eigenständigen Business Units seit Januar
  • Frerk-Übernahme erschließt boomenden Rechenzentrum-Markt
  • Auftragseingänge im ersten Halbjahr 2025 um 30 Prozent gestiegen
  • Kurs notiert am oberen Ende der 52-Wochen-Spanne

Reorganisation mit klaren Verantwortlichkeiten

Zum Jahreswechsel hat Deutz eine weitreichende Neuorganisation vollzogen. Fünf Business Units – Defense, Energy, Engines, NewTech und Service – bilden künftig das operative Rückgrat. Jeder Bereich wird von einem eigenen Geschäftsbereichsleiter geführt, darunter Marco Herre (Defense) und David Evans (Energy).

Die bisherige COO Dr. Petra Mayer hat den Vorstand zum Jahresende verlassen. Die operative Verantwortung liegt nun direkt bei den Geschäftsbereichsleitern – ein Signal für kürzere Entscheidungswege und mehr Agilität.

Frerk-Deal als Türöffner

Mit der Übernahme von Frerk Aggregatebau erschließt sich Deutz den Markt für Notstromsysteme in Rechenzentren. Der norddeutsche Spezialist mit sieben Standorten generiert rund 50 Prozent seines Umsatzes in diesem Segment – einem Markt, der jährlich um 15 bis 20 Prozent wächst.

Die Transaktion soll etwa 100 Millionen Euro zusätzlichen Jahresumsatz bringen. Der Kaufpreis liegt im oberen zweistelligen Millionenbereich, das Closing wird für das erste Quartal 2026 erwartet. Bis 2030 strebt Deutz im Energiegeschäft einen Umsatz von 500 Millionen Euro an.

Starke Zahlen im Rücken

Die operative Entwicklung untermauert den Kursanstieg. Im ersten Halbjahr 2025 kletterten die Auftragseingänge um 30 Prozent, der Umsatz stieg um 15 Prozent auf über eine Milliarde Euro. Die Kapitalerhöhung vom September 2025 spülte 131 Millionen Euro in die Kasse – 13,9 Millionen neue Aktien wurden zu je 9,45 Euro platziert.

Technisch präsentiert sich die Aktie in robuster Verfassung. Der Kurs notiert deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,32 Euro und dem 200-Tage-Durchschnitt von 8,04 Euro. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 4,26 bis 10,90 Euro – der Titel steht damit an seinem Jahreshoch.

Die Dual+-Strategie zeigt Wirkung. Mit der Integration von Blue Star Power Systems (USA, 2024) und nun Frerk baut Deutz ein global skalierbares Portfolio für dezentrale Energieversorgung auf. Der KI-getriebene Boom bei Rechenzentren befeuert die Nachfrage nach zuverlässigen Notstromlösungen – und damit das Geschäft des Kölner Konzerns.

Deutz AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutz AG-Analyse vom 18. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Deutz AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutz AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Deutz AG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...