Die Deutsche Telekom stemmt sich mit einem umfangreichen Aktienrückkaufprogramm gegen die zuletzt schwächere Kursentwicklung. Trotzdem rückt der Bereich wichtiger charttechnischer Unterstützungen näher. Im Zentrum steht dabei ein Spannungsfeld: Stützungskäufe der Mutter in Bonn auf der einen Seite, Belastung durch die US-Tochter T-Mobile US auf der anderen.

Rückkaufprogramm im laufenden Abwärtstrend

Der Konzern nutzt die aktuelle Kursschwäche gezielt, um eigene Aktien einzusammeln. In der vergangenen Woche (19. bis 23. Januar 2026) erwarb die Telekom insgesamt 1.665.194 eigene Anteile über Xetra. Der gewichtete Durchschnittskurs lag bei 26,9333 Euro, das Volumen bei rund 44,85 Millionen Euro.

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Seit Start der laufenden Tranche am 5. Januar 2026 summieren sich die Rückkäufe damit auf 4.702.105 Aktien. Damit signalisiert das Management, dass es die aktuelle Bewertung als attraktiv einstuft – auch wenn sich dieser Effekt bislang nur begrenzt im Kurs widerspiegelt.

Gestern schloss die Aktie bei 26,90 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt das Minus bei gut 10 %, seit Jahresbeginn steht ein Rückgang von 3,31 % zu Buche.

Belastung durch T-Mobile US und Chartbild

Wesentlicher Gegenwind kommt aus den USA. Die dortige Tochter T-Mobile US ist ein zentraler Werttreiber für den Konzern, steht selbst aber unter Druck. Wells Fargo senkte am 26. Januar das Kursziel für T-Mobile US von 260 auf 225 US‑Dollar, behielt jedoch die Einstufung „Overweight“ bei. Die US-Aktie notiert deutlich unter ihren Höchstständen, was sich wegen der hohen Gewichtung direkt auf den Telekom-Konzern durchschlägt.

Im Chart der Deutschen Telekom spiegelt sich diese Unsicherheit:
Mit dem Schlusskurs von 26,90 Euro liegt der Wert nur noch knapp über dem 52‑Wochen-Tief von 26,31 Euro. Zugleich besteht ein deutlicher Abstand von knapp 25 % zum 52‑Wochen-Hoch bei 35,78 Euro. Der Kurs handelt unter wichtigen gleitenden Durchschnitten (50, 100 und 200 Tage), was auf einen anhaltend schwachen Trend hindeutet. Der RSI von 57,5 signalisiert dabei weder eine überkaufte noch eine überverkaufte Situation.

Die Fakten im Überblick

  • Schlusskurs gestern: 26,90 Euro
  • 52‑Wochen-Hoch: 35,78 Euro (Abstand: -24,82 %)
  • 52‑Wochen-Tief: 26,31 Euro (Abstand: 2,24 %)
  • 50‑Tage-Durchschnitt: 27,63 Euro (Abstand: -2,63 %)
  • 200‑Tage-Durchschnitt: 29,68 Euro (Abstand: -9,38 %)
  • Rückkauf 19.–23.01.2026: 1.665.194 Aktien, ca. 44,85 Mio. Euro
  • Rückkauf gesamt seit 05.01.2026: 4.702.105 Aktien
  • Wells Fargo Kursziel T-Mobile US: 225 US‑Dollar
  • Volatilität (30 Tage, annualisiert): 76,05 %

Analystenblick und operative Impulse

Trotz des schwachen Charts bleiben große Banken auf längere Sicht zuversichtlich. JPMorgan bestätigte am 26. Januar die Einstufung „Overweight“ und ein Kursziel von 39 Euro. Vom aktuellen Niveau aus ergibt sich damit ein deutliches theoretisches Aufwärtspotenzial. Die positive Einschätzung stützt sich vor allem auf die Ertragskraft des Konzerns und die Bedeutung des US-Geschäfts, trotz der jüngsten Zielsenkung bei T-Mobile US.

Operativ setzt die Telekom im Januar einen Schwerpunkt bei Cybersicherheit. Die bestehende Kooperation mit Akamai Technologies wurde ausgebaut. Im Fokus stehen Lösungen für Kunden aus dem Finanzsektor und für Betreiber kritischer Infrastrukturen, insbesondere im Umfeld der „Sovereign Cloud“. Damit stärkt der Konzern ein Geschäftsfeld, das durch zunehmende Regulierung und wachsende Sicherheitsanforderungen an Bedeutung gewinnt.

Blick nach vorn: Zahlen als nächster Test

Der nächste klare Orientierungspunkt steht bereits fest: Am 26. Februar 2026 legt die Deutsche Telekom die Zahlen für das vierte Quartal 2025 und das Gesamtjahr vor. Dann wird sichtbar, ob die operative Entwicklung das schwächere Kursbild und die Belastung durch T-Mobile US relativiert. Aus technischer Sicht bleibt entscheidend, ob das jüngste 52‑Wochen-Tief verteidigt wird oder ob der laufende Rückkauf allein nicht ausreicht, um den Trend zu drehen.

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