Deutsche Telekom Aktie: Preisoffensive gestartet
Die Deutsche Telekom dreht an der Preisschraube – und setzt gleichzeitig auf neue Erlösquellen im Geschäftskundenbereich. Ab Februar werden Zusatzkarten deutlich teurer, während mit "Branded Calling" ein neuer Service live geht, der das Vertrauen in Unternehmensanrufe wiederherstellen soll. Die Frage: Rechnet sich diese Doppelstrategie für den Bonner Konzern?
Preiserhöhung um 50 Prozent bei Partnerkarten
Der konkreteste Schritt betrifft Bestandskunden mit MagentaMobil PlusKarten. Der monatliche Grundpreis für diese beliebten Zusatzkarten steigt von 9,95 Euro auf 14,95 Euro. Das entspricht einem Aufschlag von exakt 50 Prozent.
Die wichtigsten Fakten zur Preisanpassung:
- Neue Preisstruktur: 14,95 Euro statt 9,95 Euro monatlich für Zweitkarten
- Zeitpunkt: Umsetzung ab Februar 2026
- Roaming-Änderung: Teilweise Umstellung auf Jahresvolumina statt monatliche Limits außerhalb der EU
- Strategisches Ziel: Steigerung des durchschnittlichen Umsatzes pro Kunde (ARPU)
Die Maßnahme zielt darauf ab, gestiegene Infrastrukturkosten zu kompensieren und zeigt die Preissetzungsmacht des Marktführers. Im aktuellen Wettbewerbsumfeld ein bemerkenswerter Schritt – der allerdings nur dann nachhaltig funktioniert, wenn Kunden den Mehrwert der Telekom-Netzqualität weiterhin anerkennen.
"Branded Calling" als neues B2B-Geschäftsmodell
Parallel zur Preisanpassung aktivierte die Telekom am 8. Januar gemeinsam mit dem US-Anbieter Hiya eine Funktion, die im Geschäftskundenbereich neue Umsatzpotenziale eröffnen könnte. "Branded Calling" ist seit Mittwoch für alle Mobilfunkkunden in Deutschland verfügbar.
So funktioniert der Service:
Unternehmen können ihren verifizierten Firmennamen, Logo und Anrufgrund direkt auf dem Display des Angerufenen anzeigen lassen – ohne dass dieser eine App installieren muss. Die Verifikation erfolgt netzseitig.
Das Problem, das damit adressiert wird: Rund 80 Prozent der Anrufe von unbekannten Nummern werden ignoriert. Für legitime Unternehmen bedeutet das massive Reichweitenverluste bei der Kundenkommunikation. Die Telekom positioniert sich hier als Intermediär zwischen Unternehmen und Endkunden – und kann diesen Trust-Service als zusätzliche Erlösquelle im B2B-Segment monetarisieren.
Einordnung in die Gesamtstrategie
Beide Maßnahmen fügen sich in die im November 2025 kommunizierte Ausrichtung ein. Damals kündigte der Konzern eine Rekorddividende von 1,00 Euro je Aktie sowie ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2 Milliarden Euro für 2026 an.
Mit "Branded Calling" geht die Telekom über klassische Netzabdeckung hinaus und monetarisiert die Netzintelligenz direkt. Der Ansatz "Network-as-a-Service" zeigt sich hier konkret: Das Netz wird zur Plattform für Mehrwertdienste, die nicht von Wettbewerbern repliziert werden können.
Die Aktie notierte zum Handelsschluss am Freitag bei 28,40 Euro und konnte sich nach der Dezember-Konsolidierung stabilisieren. Technisch bleibt die Marke von 28,50 Euro relevant – ein nachhaltiger Durchbruch würde weiteres Potenzial in Richtung 30 Euro freisetzen.
Was am 26. Februar zählt
Am 26. Februar legt die Deutsche Telekom die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Analysten werden prüfen, ob neue Dienste wie "Branded Calling" bereits in der Wachstumsprognose für 2026 berücksichtigt sind. Ebenso im Fokus: Die Entwicklung des Service-Umsatzes und erste Effekte der Preisanpassungen.
Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 03. März liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








