Der teure Abschied aus dem US-amerikanischen Gewerbeimmobilienmarkt reißt ein massives Loch in die Bilanz der Deutschen Pfandbriefbank (pbb). Statt des erhofften Gewinns steht für 2025 ein dreistelliger Millionenverlust in den Büchern. CEO Kay Wolf zieht nun die Konsequenzen und streicht die Ausschüttung an die Aktionäre vollständig.

Rote Zahlen statt Rendite

Verantwortlich für den drastischen Ergebniseinbruch ist primär das US-Geschäft. Die Risikovorsorge und Abschreibungen kletterten im vergangenen Jahr von 170 auf 410 Millionen Euro. Allein 334 Millionen Euro dieser Summe verbucht das Institut im Zuge des strategischen Rückzugs aus der US-Gewerbeimmobilien- und Projektfinanzierung. Unter dem Strich rechnet das Management daher mit einem Nettoverlust von 284 Millionen Euro für 2025. Eine harte Landung nach dem Gewinn im Vorjahr.

Auch der Blick in die nahe Zukunft liefert wenig Trost. Für das laufende Jahr 2026 peilt der Vorstand lediglich ein Vorsteuerergebnis von 30 bis 40 Millionen Euro an. Analysten hatten im Vorfeld mit deutlich mehr als 100 Millionen Euro gerechnet. Die schleppende Erholung der europäischen Immobilienmärkte und die teuren Nachwehen des US-Ausstiegs zwingen die Bank zudem, ihre mittelfristigen Ziele anzupassen. Die anvisierte Eigenkapitalrendite von acht Prozent sowie operative Erträge von 600 Millionen Euro sollen nun erst 2028 statt 2027 erreicht werden.

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Aktie am Tiefpunkt

An der Börse hinterlassen diese Nachrichten tiefe Spuren. Zum Wochenschluss am Freitag rutschte der Kurs auf 2,75 Euro ab und markierte damit exakt ein neues 52-Wochen-Tief. Auf Jahressicht hat sich der Wert des Papiers nahezu halbiert, was einem Minus von 49,73 Prozent entspricht.

Einen detaillierten Einblick in die Kostenstruktur und die Neubewertung des europäischen Portfolios liefert der vollständige Jahresbericht am 23. März. Dort muss das Management beweisen, dass das verbleibende europäische Kerngeschäft – wie etwa jüngste Logistik-Finanzierungen in den Benelux-Ländern – als stabiler Anker fungiert. Gelingt es der Bankführung an diesem Tag, die Sonderbelastungen transparent abzugrenzen und einen glaubwürdigen Erholungspfad aufzuzeigen, könnte dies den massiven Abwärtsdruck auf die Aktie bremsen. Bis zur Hauptversammlung am 21. Mai bleibt das Zeitfenster für überzeugende Argumente eng.

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