Die Deutsche Bank hat am Donnerstag ihre Jahreszahlen 2025 präsentiert – und kann einen historischen Erfolg vermelden. Der Gewinn schoss von 2,7 Milliarden Euro im Vorjahr auf satte 6,12 Milliarden Euro in die Höhe. Die Eigenkapitalrendite kletterte auf 10,3 Prozent und erfüllte damit das vor drei Jahren ausgegebene Ziel von über 10 Prozent. Die Erträge legten um 7 Prozent auf 32,1 Milliarden Euro zu. Für Aktionäre gibt es gleich doppelten Grund zur Freude: Die Dividende steigt von 0,68 Euro auf 1,00 Euro je Aktie. Zusätzlich genehmigte die Bank ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über 1 Milliarde Euro.

Im vierten Quartal allein erwirtschaftete das Geldhaus einen Gewinn von 1,3 Milliarden Euro – ein gewaltiger Sprung gegenüber den mageren 106 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, als massive Rückstellungen das Ergebnis belastet hatten. Die Quartalsergebnisse profitierten besonders von einer starken Entwicklung in der Vermögensverwaltung, während das Management die Kosten unter Kontrolle hielt.

Ehrgeizige Ziele bis 2028

Doch was kommt als Nächstes? Die Bank hat bereits im November ambitionierte Zielsetzungen für die kommenden Jahre ausgegeben. Bis 2028 soll die Eigenkapitalrendite auf über 13 Prozent steigen. Die Erträge sollen jährlich um mehr als 5 Prozent wachsen und dann bei 37 Milliarden Euro liegen. Parallel dazu plant das Institut, 2 Milliarden Euro einzusparen und gleichzeitig in Wachstum und Technologie zu investieren. Die Aufwand-Ertrags-Relation soll von aktuell 64 Prozent auf unter 60 Prozent sinken.

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RBC Capital Markets bestätigte nach den Zahlen ihre "Outperform"-Einstufung mit einem Kursziel von 38 Euro. Analystin Anke Reingen lobte die starke Performance im Vermögensverwaltungsgeschäft und die kontrollierte Kostenentwicklung.

Geldwäsche-Ermittlungen überschatten Zahlen

Trotz der Rekordergebnisse reagierte die Aktie verhalten: Im XETRA-Handel fiel sie zeitweise um 1,86 Prozent auf 32,26 Euro. Der Grund: Am Vortag hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt die Zentrale des Geldhauses sowie Geschäftsräume in Berlin durchsucht. Es geht um den Verdacht der Geldwäsche im Zusammenhang mit früheren Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Gesellschaften.

Konzernchef Christian Sewing äußerte sich bei der Zahlenvorlage zu den Ermittlungen: "Nach den Informationen, die uns vorliegen, geht es um Transaktionen aus den Jahren 2013 bis 2018. Ausgangspunkt ist eine vorgeblich zu spät abgegebene Geldwäscheverdachtsanzeige." Die Bank arbeite vollumfänglich mit den Behörden zusammen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen "unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter" des Instituts. Laut Medienberichten könnten die Ermittlungen auch Russland-Bezüge aufweisen, doch Details nannte die Bank nicht.

Die Kombination aus Rekordgewinn und Ermittlungsdruck stellt Anleger vor die Frage: Überwiegt die operative Stärke oder belasten die rechtlichen Risiken?

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