Die Deutsche Bank macht ernst mit ihrer Digitalisierungsstrategie und setzt kurz vor den Jahreszahlen den Rotstift an. Während das Management massive Filialschließungen und den Einsatz eines KI-Butlers ankündigt, richten sich die Blicke der Anleger gespannt auf den kommenden Donnerstag. Zahlt sich der harte Sparkurs für die Aktionäre aus?

Das Wichtigste im Überblick:
* Filialnetz: Schließung von rund 100 Standorten bis Ende 2026 geplant.
* Strategie: Einführung eines KI-Assistenten als "digitaler Butler".
* Termin: Veröffentlichung der vorläufigen Jahreszahlen am 29. Januar 2026.
* Trend: App-Nutzung stieg zuletzt um knapp 20 Prozent.

Weniger Filialen, mehr KI

Das Frankfurter Geldhaus baut sein Privatkundengeschäft grundlegend um. Wie Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis bestätigte, sollen bis Ende 2026 weitere 100 Filialen wegfallen. Damit reduziert sich das gemeinsame Netz von Deutsche Bank und Postbank, das Ende 2025 noch gut 750 Standorte umfasste, signifikant.

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Im Gegenzug setzt das Institut auf eine aggressive Digitalisierung. Herzstück der neuen Strategie ist ein KI-gestützter digitaler Assistent, der in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten soll. De Sanctis beschreibt das Tool als eine Art "Butler", der die Kunden Schritt für Schritt durch die Banking-App führt. Dieser technologische Fokus reagiert auf das veränderte Kundenverhalten: In den vergangenen 18 Monaten legten die Nutzerzahlen der App bereits um rund 20 Prozent zu.

Personalabbau durch die Hintertür

Der technologische Wandel hat direkte Folgen für die Belegschaft. Das Management räumte ein, dass mit der vollständigen Umsetzung des digitalen Ansatzes der Personalbedarf im Privatkundengeschäft sinken wird. Entlassungswellen sind jedoch nicht geplant. Stattdessen setzt die Bank auf natürliche Fluktuation: Stellen von Mitarbeitern, die in den Ruhestand gehen oder das Unternehmen verlassen, werden künftig oft nicht mehr neu besetzt.

Spannung vor den Zahlen

An der Börse wird die Strategie genau beobachtet. Zwar notiert das Papier mit aktuell 33,53 Euro rund 15 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Dezember, doch die langfristige Entwicklung zeigt nach oben. Auf Jahressicht verzeichnet der Titel ein Plus von über 75 Prozent.

Die entscheidende Bewährungsprobe steht jedoch unmittelbar bevor. Am 29. Januar 2026 präsentiert der Konzern die vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025. Nach einem Vorsteuergewinn von 2,4 Milliarden Euro im dritten Quartal – dem besten Wert seit 2007 – ist die Erwartungshaltung hoch. Investoren werden genau prüfen, ob die Gewinndynamik anhält und wie sich die Restrukturierungskosten auf die Bilanz auswirken. Bis zur Veröffentlichung des vollständigen Geschäftsberichts am 12. März bleibt die kurzfristige Kursrichtung von diesen Daten abhängig.

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