Apple feiert 50 Jahre – und macht gleichzeitig eine bedeutende Konzession im wichtigsten Wachstumsmarkt der Welt. Während das Unternehmen mit Alicia-Keys-Konzerten und weltweiten Veranstaltungen auf sein Gründungsjubiläum am 1. April zusteuert, senkte es zum 15. März still und leise seine App-Store-Gebühren in China.

Gebührensenkung als regulatorischer Kompromiss

Der Schritt hat konkreten Hintergrund: Chinas Kartellbehörde SAMR hatte Apples App-Store-Gebühren in der Region unter die Lupe genommen. Um einer möglichen Zwangsmaßnahme zuvorzukommen, senkte Apple die Standardprovision von 30 auf 25 Prozent – nach eigenen Angaben nach „Gesprächen mit dem chinesischen Regulator". Für automatisch verlängerte In-App-Abonnements ab dem zweiten Jahr sinkt der Satz von 15 auf 12 Prozent.

China ist kein Randmarkt. Im ersten Quartal 2026 steuerte die Region 18 Prozent des Gesamtumsatzes bei – mit einem Wachstum von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig ist China nicht der einzige Schauplatz regulatorischer Auseinandersetzungen: In Japan senkte Apple die Gebühren unter Druck auf 21 Prozent, in der EU streitet das Unternehmen weiter über alternative Marktplatzgebühren, und in Großbritannien einigte man sich erst kürzlich mit der Wettbewerbsbehörde auf Änderungen bei App-Rankings.

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Rekordzahlen, neue Hardware, offene KI-Fragen

Die Zugeständnisse kommen aus einer Position der Stärke. Im ersten Quartal 2026 erzielte Apple einen Rekordumsatz von 143,8 Milliarden Dollar – ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das iPhone-Geschäft wuchs um 23 Prozent auf 85,3 Milliarden Dollar. Gleichzeitig hat Apple 25 Prozent der iPhone-Produktion nach Indien verlagert und damit die Abhängigkeit von China in der Lieferkette reduziert.

Produktseitig präsentierte das Unternehmen zuletzt das MacBook Neo für 599 Dollar, aktualisierte MacBook-Air- und Pro-Modelle sowie das iPhone 17e. Für Mai 2026 wird zudem mit dem Beginn der Massenproduktion von OLED-Panels für Apples erstes foldables iPhone gerechnet – Samsung Display soll die Displays liefern.

Die strategisch wichtigste Frage bleibt jedoch die KI-Integration. Das überarbeitete Siri-Update könnte sich bis September verzögern, was den WWDC im Juni unter Druck setzt. iOS 27 soll dann liefern, was viele Nutzer von iOS 26 erwartet hatten. Ob Apple Intelligence tatsächlich nachhaltige Upgrade-Zyklen auslöst oder nur einen einmaligen Absatzschub erzeugt, wird sich spätestens in den Quartalszahlen nach dem WWDC zeigen.

Das Services-Segment – mit über 30 Milliarden Dollar Quartalsumsatz Apples margenstarkes Zugpferd – steht durch die sinkenden App-Store-Gebühren strukturell unter Beobachtung. Apple hat bislang keine Prognose veröffentlicht, wie stark die China-Konzession das Segment konkret belasten wird.

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