OCI Global hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer deutlichen operativen Verbesserung abgeschlossen. Nach vorangegangenen Verlusten kehrte das Unternehmen in den fortgeführten Geschäftsbereichen in die Gewinnzone zurück. Während der strategische Umbau durch Verkäufe und rechtliche Hürden geprägt bleibt, stützt vor allem das europäische Stickstoffgeschäft die Bilanz.

Rückkehr in die Gewinnzone

Der Düngemittel- und Chemiespezialist verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatzanstieg von elf Prozent auf rund 1,09 Milliarden US-Dollar in den fortgeführten Geschäftsbereichen. Entscheidend für die Neubewertung der Lage ist die Entwicklung beim bereinigten EBITDA: Hier gelang der Sprung von einem Vorjahresverlust von 32 Millionen Dollar auf ein Plus von 46 Millionen Dollar.

Besonders das zweite Halbjahr trug zu dieser Erholung bei. Das europäische Stickstoffsegment profitierte von einer gesteigerten Produktionseffizienz und höheren Absatzmengen, die im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent zulegten. Trotz dieser operativen Fortschritte steht die Aktie heute unter Druck und verlor im Tagesverlauf über sechs Prozent auf 3,54 Euro.

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Strategischer Umbau und Liquidität

Parallel zum operativen Geschäft treibt das Management die Neuausrichtung der Gruppe voran. Erst am 13. März 2026 veräußerte OCI ein größeres Aktienpaket am Partner Methanex für rund 172,6 Millionen US-Dollar. Nach diesem Verkauf hält die Gruppe noch einen Anteil von 8,6 Prozent an dem Unternehmen. Diese Liquiditätsspritze folgt auf den bereits im Sommer 2025 abgeschlossenen Verkauf des globalen Methanolgeschäfts.

Auch die Trennung von der Ammoniak-Sparte an AGROFERT befindet sich auf der Zielgeraden. Der Abschluss dieser Transaktion ist für das erste Halbjahr 2026 geplant. Allerdings verlaufen nicht alle strategischen Pläne reibungslos: Die geplante Fusion mit Orascom Construction ist nach einer gerichtlichen Blockade im Januar vorerst ins Stocken geraten.

Geopolitische Risiken im Blick

Das Marktumfeld für Stickstoffprodukte bleibt volatil, was vor allem an der sensiblen Energieversorgung hängt. Da rund 20 Prozent des weltweiten Flüssigerdgases (LNG) durch die Straße von Hormus transportiert werden, reagiert die Produktion unmittelbar auf Spannungen im Nahen Osten. Erdgas ist der wichtigste Rohstoff für die Herstellung von Düngemitteln, weshalb Preisschwankungen die Margen von OCI direkt beeinflussen.

Die kommenden Monate stehen im Zeichen der finalen Umsetzung der angekündigten Desinvestitionen. Insbesondere der geplante Abschluss des AGROFERT-Deals bis zum Sommer wird zeigen, wie schlank die neue OCI Global nach dem massiven Umbau tatsächlich aufgestellt ist.

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