Neue Aufträge, Rekord-Klimabilanz und erstmals eine Ausschüttungspolitik — Nordex liefert gleich auf mehreren Ebenen. Die Aktie notiert knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch und hat sich seit Jahresbeginn bereits um rund 45 Prozent verteuert.

Bürgerwindpark im Münsterland

Am 12. März 2026 meldete Nordex einen Auftrag über 49 MW für das Projekt Heek-Strönfeld in Nordrhein-Westfalen. Sieben Windenergieanlagen des Typs N175/6.X mit einer Nabenhöhe von 179 Metern sollen ab dem dritten Quartal 2027 in Betrieb gehen. Mitträger des Projekts sind neben Grundstückseigentümern und Anwohnern auch die Gemeinde Heek, eine Kirchengemeinde und eine lokale Energiegenossenschaft mit mehr als 1.300 Mitgliedern.

Das ist kein Zufall: Bürgerenergieprojekte stoßen in Genehmigungsverfahren erfahrungsgemäß auf weniger Widerstand, was die Realisierungsquote erhöht. Für Nordex ist das Münsterland zudem logistisch günstig — der eigene Servicepoint in Steinfurt liegt in unmittelbarer Nähe. Zum Auftrag gehört auch ein 25-jähriger Premium-Servicevertrag, der das für Nordex typische Modell aus Projektgeschäft und langfristiger Betreuung fortsetzt.

Klimabilanz und ESG-Zahlen überzeugen

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nordex?

Einen Tag vor dem Auftragseingang, am 11. März, veröffentlichte Nordex seinen Nachhaltigkeitsbericht. Die Kerngröße: Die installierten Anlagen vermieden 2025 insgesamt 92,2 Millionen Tonnen CO₂e — gegenüber 69,1 Millionen Tonnen im Jahr 2023 ein deutlicher Sprung. Die eigenen Scope-1- und Scope-2-Emissionen sanken seit 2022 um 36,6 Prozent. EU-Taxonomie-konform sind 100 Prozent der Umsätze sowie über 92 Prozent der Investitions- und Betriebsausgaben — ein Wert, der für institutionelle Investoren mit ESG-Mandaten relevant ist.

Ambitionierte Ziele für 2026

Für das laufende Jahr peilt Nordex einen Konzernumsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro an, nach rund 7,6 Milliarden im Vorjahr. Die angestrebte EBITDA-Marge liegt zwischen 8,0 und 11,0 Prozent — eine Spanne, die Spielraum lässt, aber auch zeigt, wie viel noch von der operativen Umsetzung abhängt. Neu hinzu kommt eine Ausschüttungspolitik: Ab 2027 plant Nordex eine Mindestausschüttung von 50 Millionen Euro jährlich, wahlweise als Dividende oder Aktienrückkauf. Für ein Unternehmen, das lange ausschließlich auf Wachstum setzte, ist das ein bemerkenswertes Signal an die Aktionärsbasis.

Anzeige

Nordex-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nordex-Analyse vom 16. März liefert die Antwort:

Die neusten Nordex-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nordex-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nordex: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...