Der Rüstungsboom in Europa treibt den nächsten Giganten an die Börse. Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS forciert seine Pläne für ein Initial Public Offering (IPO) im Sommer dieses Jahres und peilt dabei eine Bewertung von 20 Milliarden Euro an. Mit dem Schritt will sich das Unternehmen frisches Kapital sichern, um die massiv gestiegene Nachfrage im Verteidigungssektor bedienen zu können.

Doppel-Listing und neue Strukturen

Für die Umsetzung des doppelten Börsengangs in Frankfurt und Paris hat KNDS die Investmentbank Lazard mandatiert. Der breitere Zugang zum Kapitalmarkt soll dringend benötigte Investitionen in Produktionskapazitäten sowie neue Technologien ermöglichen. Parallel dazu strafft der Konzern seine internen Abläufe durch die Integration der deutschen und französischen Tochtergesellschaften. Auch die operative Präsenz wächst weiter: In der Ukraine entsteht aktuell ein neuer Standort, der sich speziell der Wartung von Artilleriesystemen widmet.

Staatliches Interesse wächst

Die Umstrukturierungen rufen mittlerweile die Politik auf den Plan. Berichten zufolge prüft die staatliche deutsche KfW-Bank einen Einstieg bei dem Hersteller des Leopard-2-Panzers. Hintergrund ist der geplante Rückzug der bisherigen Familieneigentümer, die ihren Anteil von 50 Prozent durch Verkäufe an Großinvestoren deutlich reduzieren wollen. Die Bundesregierung strebt offenbar an, sich über die KfW einen kontrollierenden Einfluss zu sichern, um nationale strategische Interessen bei dem Rüstungskonzern zu wahren.

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Volle Auftragsbücher stützen Bewertung

Die fundamentale Basis für die hohe Bewertungsfantasie liefern die jüngsten Geschäftszahlen. Angetrieben von den anhaltenden geopolitischen Spannungen verzeichnete KNDS im Jahr 2024 einen Auftragseingang von 11,2 Milliarden Euro. Der gesamte Auftragsbestand summierte sich zum Jahresende auf rund 23,5 Milliarden Euro, während der Umsatz von 3,3 Milliarden auf 3,8 Milliarden Euro kletterte.

Zusätzlichen operativen Rückenwind liefert die auf ABC-Abwehr spezialisierte Tochtergesellschaft KNDS CBRN. Das Segment sicherte sich kürzlich drei umfangreiche Verträge der französischen Beschaffungsbehörde DGA. Die Vereinbarungen umfassen die Lieferung von Dekontaminationssystemen sowie neuen Schutzmasken, deren industrielle Fertigung bereits 2025 zertifiziert wurde.

Mit dem anvisierten Zeitplan für den Sommer drückt das Management nun aufs Tempo. Die verbleibenden Monate bis zum Börsendebüt werden maßgeblich von den Verhandlungen über die künftige Aktionärsstruktur und den möglichen KfW-Einstieg dominiert.

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