Die US-Importzölle hinterlassen deutliche Bremsspuren in der Bilanz von Daimler Truck. Um die Profitabilität im laufenden Jahr zu schützen, greift der Nutzfahrzeughersteller nun zu einer unpopulären, aber notwendigen Maßnahme. Die Mehrkosten aus den nordamerikanischen Handelsbarrieren sollen über gezielte Preisanpassungen und Zollaufschläge direkt an die Kunden weitergereicht werden.

Nordamerika-Geschäft bremst Bilanz aus

Der Blick auf das abgelaufene Jahr zeigt, warum das Management handeln muss. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) sank auf 3,78 Milliarden Euro, während die Umsatzrendite auf 7,8 Prozent abrutschte. Ein Hauptgrund für die Schwäche ist die Zurückhaltung der Speditionen. Wegen der unklaren Zoll-Auswirkungen auf künftige Transportvolumina zögern viele Logistiker bei der Bestellung neuer Fahrzeuge.

Trotz dieses Gegenwinds behauptet Daimler Truck im wichtigen nordamerikanischen Class-8-Segment einen starken Marktanteil von knapp 40 Prozent. An der Börse wird diese relative Stärke im schwierigen Umfeld honoriert. Die Aktie notiert aktuell bei 40,82 Euro und verzeichnet damit seit Jahresanfang ein solides Plus von 8,65 Prozent.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Daimler Truck?

Sparkurs und anziehende Nachfrage

Preiserhöhungen allein werden die Margen jedoch nicht retten. Das Kostensenkungsprogramm „Cost Down Europe“ soll im laufenden Jahr Nettoeinsparungen von mindestens 250 Millionen Euro liefern. Dieser Effizienzkurs verlangt tiefe Einschnitte: Bis 2030 fallen in Deutschland rund 5.000 Stellen weg, vorwiegend bei der Marke Mercedes-Benz.

Parallel zu den Sparmaßnahmen deuten die Orderbücher auf eine leichte Entspannung hin. Ein Anstieg der Auftragseingänge um 13 Prozent im vierten Quartal signalisiert eine beginnende Erholung, getrieben durch das Nordamerika-Geschäft und eine positive Entwicklung bei Mercedes-Benz Trucks.

Aktionäre werden bei Laune gehalten

Während das operative Geschäft neu justiert wird, sichert das Unternehmen die Attraktivität für Investoren ab. Die Dividende bleibt mit 1,90 Euro je Anteilsschein stabil. Flankiert wird diese Ausschüttung durch das Mitte März gestartete Aktienrückkaufprogramm, bei dem in der ersten Tranche Papiere für bis zu 400 Millionen Euro erworben werden.

Für das laufende Geschäftsjahr peilt das Management eine bereinigte Umsatzrendite zwischen sechs und acht Prozent an. Das Erreichen der oberen Spanne hängt nun maßgeblich davon ab, wie der Markt die angekündigten Zollaufschläge absorbiert und ob das anvisierte Volumen von bis zu 290.000 schweren Lkw in Nordamerika tatsächlich realisiert wird.

Daimler Truck-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Daimler Truck-Analyse vom 27. März liefert die Antwort:

Die neusten Daimler Truck-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Daimler Truck-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Daimler Truck: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...