D-Wave Quantum Aktie: Milliarden-Deal
D-Wave Quantum treibt mit der Übernahme von Quantum Circuits Inc. eine der bislang größten Transaktionen im Quantencomputing-Sektor voran. Kurz vor dem erwarteten Abschluss Ende Januar bleibt die Aktie volatil, nachdem sie gestern mit einem Minus von rund 4,7 % bei 28,72 US-Dollar aus dem Handel ging. Die zentrale Frage: Wie stark verändert der Deal das Profil des Unternehmens?
Wichtige Punkte im Überblick:
- Geplante Übernahme von Quantum Circuits für insgesamt 550 Mio. US-Dollar
- Kombination aus Bargeld (250 Mio. USD) und Aktien (300 Mio. USD)
- D-Wave wäre erster Anbieter mit zwei Quantenplattformen (Annealing + Gate-Model)
- Aktie +652 % auf Sicht von zwölf Monaten, aber deutlich unter 52-Wochen-Hoch
- Analysten sehen im Schnitt rund 38 % Kurspotenzial
Größte Übernahme im Quantencomputing
Die am 7. Januar 2026 angekündigte Transaktion ist als Bar- und Aktiendeal strukturiert. D-Wave will für Quantum Circuits 300 Mio. US-Dollar in Form neuer Aktien sowie 250 Mio. US-Dollar in bar zahlen.
Quantum Circuits, aus dem Umfeld der Yale University hervorgegangen, fokussiert sich auf fehlertolerante supraleitende Gate-Model-Quantencomputer. Diese Technologie ergänzt D-Waves bestehende Annealing-Systeme, die bisher den Kern des Geschäfts bilden.
Mit dem Zusammenschluss positioniert sich D-Wave als weltweit erstes Unternehmen, das sowohl Annealing- als auch Gate-Model-Quantenplattformen unter einem Dach vereint. Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt der Hart-Scott-Rodino-Kartellfreigabe sowie der NYSE-Genehmigung für die Aktienkomponente.
Strategischer Hintergrund und Technologie
CEO Alan Baratz betont, die Akquisition solle es D-Wave ermöglichen, die Branche zu „überholen“, indem bereits 2026 erste Gate-Model-Produkte und -Services auf den Markt kommen. Als erstes Ergebnis der beschleunigten Roadmap ist ein initiales Dual-Rail-System vorgesehen, das noch in diesem Jahr allgemein verfügbar werden soll.
Quantum-Circuits-CEO Ray Smets hebt die „Correct-first“-Philosophie hervor, also den Fokus auf Fehlerkorrektur als entscheidenden Hebel für skalierbare Quantenrechner im Unternehmenseinsatz. Mit dem Zukauf erhält D-Wave zudem ein F&E-Zentrum in New Haven, geleitet vom Yale-Physiker Rob Schoelkopf, einem Pionier in der Entwicklung supraleitender Qubits.
Kursentwicklung und Analysteneinschätzungen
Die Aktie legte im bisherigen Januar rund 10 % zu, nachdem bereits im Dezember 2025 ein Anstieg um 15,4 % verzeichnet wurde. Auf Zwölfmonatssicht steht ein Plus von rund 652 % zu Buche. Trotz dieser Rally notiert der Titel weiter klar unter dem 52-Wochen-Hoch von 46,75 US-Dollar vom 15. Oktober 2025.
Am 8. Januar bestätigte Rosenblatt das Buy-Rating und erhöhte das Kursziel von 40 auf 43 US-Dollar. Im Analystenkonsens gilt die Aktie als „Strong Buy“, der durchschnittliche Zielkurs liegt bei etwa 39 US-Dollar. Ausgehend vom aktuellen Niveau entspricht das einem theoretischen Aufwärtspotenzial von rund 38 %.
Bewertung und Kennzahlen
D-Wave kommt derzeit auf eine Marktkapitalisierung von rund 10,4 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen arbeitet weiter defizitär und meldete in den jüngsten Quartalen einen Nettoverlust von etwa 144 Mio. US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie lag auf Zwölfmonatssicht bei -1,44 US-Dollar.
Beim Umsatz rechnen Analysten für das Geschäftsjahr 2025 mit rund 25,6 Mio. US-Dollar. Für 2026 werden etwa 39,8 Mio. US-Dollar erwartet, was einem deutlichen Wachstum, aber weiterhin einer frühen Kommerzialisierungsphase entspricht.
Nächste Katalysatoren und Ausblick
Der Abschluss der Quantum-Circuits-Übernahme, der für Ende Januar erwartet wird, ist der nächste zentrale Meilenstein für den Investment Case. Am 27. und 28. Januar veranstaltet D-Wave zudem die Konferenz „Qubits 2026“ in Boca Raton, Florida. Das Management will dort eine aktualisierte Produkt-Roadmap und den beschleunigten Pfad zu fehlertoleranten Gate-Model-Systemen vorstellen.
Die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 sollen Mitte März veröffentlicht werden. Analysten kalkulieren für das Quartal mit einem Verlust je Aktie von etwa 0,07 US-Dollar. Zum Ende des dritten Quartals 2025 verfügte D-Wave über eine Cash-Position von 836,2 Mio. US-Dollar, was eine solide finanzielle Basis für die Übernahme und die geplanten F&E-Investitionen bietet.
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