Für die CureVac-Aktie ist an der Börse endgültig Schluss. Seit gestern ist das Papier von der Nasdaq genommen, nachdem BioNTech die vollständige Übernahme abgeschlossen hat. Damit endet die Zeit von CureVac als eigenständig gelistetes mRNA-Unternehmen, die Gesellschaft geht vollständig in BioNTech auf.

Übernahme und Delisting im Zeitraffer

Die Transaktion wurde in wenigen Wochen formell abgewickelt. CureVac hatte am 6. Januar die Nasdaq über den Abschluss der Nach-Umstrukturierung nach dem Übernahmeangebot informiert und zugleich eine sofortige Aussetzung des Handels beantragt. Parallel reichte das Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC das Delisting-Formular (Form 25) ein.

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Wichtige Eckpunkte der Transaktion:

  • 18. Dezember 2025: BioNTech schließt das Umtauschangebot, 86,75 % der Aktien werden angedient
  • 6. Januar 2026: Handel ausgesetzt, Form 25 bei der SEC eingereicht
  • 16. Januar 2026: Delisting an der Nasdaq wird rechtswirksam
  • Angediente Aktien insgesamt: 195.341.219 CureVac-Aktien

Die vollständige Aktien-Transaktion bewertete CureVac mit rund 1,25 Milliarden US-Dollar. Aktionäre erhielten je CureVac-Aktie 0,05363 BioNTech-ADS, was zum Zeitpunkt der Ankündigung einem Gegenwert von 5,46 US-Dollar je Aktie entsprach.

Squeeze-out und Deregistrierung

Die verbleibenden 13,25 % der Anteile übernahm BioNTech im Rahmen eines gesetzlich vorgesehenen Squeeze-out über eine Verschmelzung. Rechtliche Nachfolgerin der bisherigen CureVac N.V. ist nun die CureVac Merger B.V. Öffentlich gehandelte CureVac-Aktien gibt es damit nicht mehr.

Das Unternehmen plant, bei der SEC zusätzlich ein Form 15 einzureichen, um sämtliche Berichtspflichten zu beenden. Die Deregistrierung soll 90 Tage nach Einreichung wirksam werden.

Managementwechsel abgeschlossen

Nach Vollzug der Übernahme ist das frühere CureVac-Management freiwillig zurückgetreten. Der neue Vorstand der CureVac SE besteht aus:

  • Prof. Ugur Sahin, M.D.
  • Sierk Poetting, Ph.D.
  • Ramón Zapata-Gomez

BioNTech will die bestehenden Strukturen von CureVac zunächst in einer Integrationsphase beibehalten. In dieser Zeit sollen strategische und wissenschaftliche Überprüfungen den künftigen Kurs des gemeinsamen mRNA-Portfolios bestimmen.

Bedeutung für BioNTech

Für BioNTech bringt die Übernahme mehrere klar umrissene Vorteile:

  • Patentportfolio: Beilegung laufender Streitigkeiten im Bereich geistiges Eigentum
  • Produktion: Einbindung der CureVac-Standorte in Tübingen in die eigene Fertigung
  • Onkologie-Pipeline: zusätzliche mRNA-Kandidaten für Krebstherapien
  • Technologieplattform: ergänzende Expertise in mRNA-Design und Formulierungen

Die vollständige Integration des Standorts Tübingen in das globale F&E-Netzwerk von BioNTech ist bis zum ersten Quartal 2026 geplant. Detaillierte Aussagen zum Fortschritt der Integration werden mit den Zahlen zum vierten Quartal 2025 erwartet, die BioNTech bis Ende Februar 2026 veröffentlichen will.

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