Die Geschichte von CureVac als eigenständiges Börsenunternehmen ist beendet. Im Zuge der vollständigen Übernahme durch BioNTech wurde der Handel mit den Papieren des Tübinger mRNA-Pioniers am Dienstag ausgesetzt. Damit verschwindet ein Unternehmen vom Kurszettel, das einst als Hoffnungsträger der deutschen Biotechnologie galt, den Durchbruch als Solist jedoch nie schaffte.

Der Fahrplan zum Delisting

Am Dienstag informierte CureVac die Nasdaq offiziell über den Abschluss der Reorganisation. Infolgedessen wurde der Handel noch vor Markteröffnung gestoppt. Die formale Streichung der Notierung (Delisting) ist für den 16. Januar 2026 terminiert.

Mit dem Einreichen des "Form 25" bei der US-Börsenaufsicht SEC beginnt nun der bürokratische Abschluss. Nach dem Stichtag plant das verbleibende Unternehmen, sich von sämtlichen Berichtspflichten zu befreien. Für Anleger endet damit die Möglichkeit, direkt in CureVac zu investieren; die Aktie, die zuletzt bei 3,89 Euro notierte, wird vom Markt genommen.

BioNTech übernimmt das Ruder

Die Transaktion bewertet CureVac mit rund 1,25 Milliarden Dollar (ca. 1,19 Milliarden Euro). Durch den Aktientausch sind die ehemaligen CureVac-Aktionäre nun Anteilseigner von BioNTech.

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Für den Mainzer Konzern BioNTech ist der Deal strategisch motiviert. Er sichert sich nicht nur die Produktionskapazitäten in Tübingen, sondern vor allem das geistige Eigentum und die Onkologie-Pipeline des ehemaligen Konkurrenten. Alle operativen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gehen auf BioNTech über.

Das Ende einer langen Reise

Der Exit markiert den Schlusspunkt einer volatilen Börsengeschichte. CureVac, gegründet im Jahr 2000, verfügte zwar über vielversprechende Technologie, scheiterte aber daran, eigenständig ein kommerzielles Produkt auf den Markt zu bringen – besonders schmerzhaft war das Nachsehen im Rennen um den COVID-19-Impfstoff.

Die Übernahme bietet den Aktionären einen Ausweg aus einer Phase, die von hohen Cash-Burn-Raten und einer enttäuschenden Kursentwicklung geprägt war. Auf Sicht von 12 Monaten hatte das Papier vor dem Handelsstopp rund 13,70 % an Wert verloren.

Ab dem 16. Januar liegt der Fokus vollständig auf der Integrationsleistung von BioNTech. Ehemalige CureVac-Investoren partizipieren nun direkt an der Entwicklung der Mainzer, wobei keine gesonderten Finanzberichte für die Tübinger Sparte mehr veröffentlicht werden.

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