Covestro Aktie: Squeeze-Out voraus
Der Werkstoffhersteller Covestro startet unter völlig neuen Vorzeichen in das Jahr 2026. Während das Unternehmen auf der Technik-Messe CES in Las Vegas operative Neuheiten präsentiert, dominiert am Finanzmarkt nur noch ein Thema: die finale Phase der Übernahme durch ADNOC. Nach Sicherung der Mehrheit warten die verbliebenen Anleger nun auf den entscheidenden Verwaltungsakt, der das Börsenkapitel der Leverkusener endgültig schließen dürfte.
- Übernahme-Finale: Die ADNOC-Tochter XRG hält über 95 Prozent der Anteile.
- Personelle Weichenstellung: Ex-OMV-Chef Rainer Seele übernimmt den Aufsichtsratsvorsitz.
- Kursniveau: Die Aktie notiert stabil am 52-Wochen-Hoch.
Der Weg zum Delisting
Mit einer Beteiligungsquote von inzwischen über 95 Prozent hat die ADNOC-Tochter XRG die entscheidende Schwelle überschritten. Diese Marke ist nach deutschem Aktienrecht der Auslöser für einen sogenannten Squeeze-Out. Der Hauptaktionär kann nun verlangen, dass die verbliebenen Minderheitsaktionäre gegen eine angemessene Barabfindung aus dem Unternehmen ausgeschlossen werden.
Die Aktie selbst zeigt sich in diesem Szenario äußerst stabil. Aktuell notiert das Papier bei 66,00 US-Dollar und damit exakt auf dem Niveau des 52-Wochen-Hochs. Da der Großteil der Stücke bereits in festen Händen liegt, ist das Handelsvolumen deutlich zurückgegangen. Für Arbitrageure ist nun lediglich die Differenz zwischen aktuellem Kurs und der zu erwartenden Abfindungshöhe relevant.
Neue Führung und operatives Lebenszeichen
Parallel zur gesellschaftsrechtlichen Neuordnung wird die Integration in das Energie- und Chemie-Portfolio der Emirate vorangetrieben. Ein klares Signal ist die Ernennung von Dr. Rainer Seele zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Der ehemalige OMV-Chef gilt als Vertrauensperson der neuen Eigentümer und soll den Übergang steuern.
Dass das operative Geschäft trotz der Umstrukturierung weiterläuft, demonstriert der Konzern derzeit auf der CES 2026. Covestro stellt dort gemeinsam mit dem Partner BLUETTI neue Gehäusematerialien für Stromspeicher vor. Diese Nachricht dient primär als Beleg für die operative Handlungsfähigkeit, spielt für die Kursfindung in der aktuellen "Sondersituation Übernahme" jedoch kaum noch eine Rolle.
So geht es für Aktionäre weiter
Das Börsenkapitel von Covestro nähert sich seinem Ende. Der weitere Fahrplan für die verbliebenen Anleger ist durch den formalen Prozess vorgezeichnet:
- Formales Verlangen: Es wird erwartet, dass XRG zeitnah den Squeeze-Out beantragt.
- Wertermittlung: Ein neutraler Prüfer muss den fairen Unternehmenswert feststellen, der die Höhe der Barabfindung definiert.
- Beschlussfassung: Die nächste Hauptversammlung im Jahr 2026 dürfte den Zwangsasusschluss der Minderheitsaktionäre final beschließen.
Fazit: Die Covestro-Aktie ist kein klassisches Investment mehr, sondern eine Arbitrage-Position. Das weitere Potenzial hängt nun ausschließlich an der festzulegenden Höhe der Barabfindung und der Dauer bis zur Auszahlung.
Covestro-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Covestro-Analyse vom 07. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Covestro-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Covestro-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Covestro: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








