Während operativ mit dem Spatenstich für eine innovative Energieanlage die Weichen für die Zukunft gestellt werden, läuft im Hintergrund der Countdown für die freien Aktionäre. Der neue Eigentümer XRG macht ernst und drängt auf das Ende der Börsennotierung. Für Anleger stellt sich nun vor allem eine Frage: Wie hoch fällt die finale Barabfindung aus?

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
* Squeeze-Out: Verfahren zur Übertragung der Minderheitsanteile gestartet.
* Innovation: Baubeginn für 100 MWh Wärmebatterie in Brunsbüttel.
* Führung: Rainer Seele übernimmt Aufsichtsratsvorsitz.

Innovation trotz Übernahme

Ungeachtet der laufenden Eigentümerwechsel treibt der Kunststoffkonzern seine Transformation voran. Am Standort Brunsbüttel fiel am 19. Januar 2026 der Startschuss für den Bau einer industriellen Wärmebatterie. Gemeinsam mit dem Partner Rondo Energy realisiert Covestro hier ein Projekt, das überschüssigen Grünstrom in speziellen Ziegelsteinen speichert und bei Bedarf als Prozessdampf wieder abgibt.

Die Anlage soll Ende 2026 in Betrieb gehen und rund 10 Prozent des lokalen Dampfbedarfs decken. Dies entspricht einer CO2-Einsparung von bis zu 13.000 Tonnen jährlich. Finanziell wird das Vorhaben unter anderem durch die Europäische Investitionsbank flankiert. CTO Thorsten Dreier sieht darin einen zentralen Baustein, um die angestrebte Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen.

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XRG drängt Minderheitsaktionäre hinaus

Für Investoren steht jedoch die kapitalmarktseitige Entwicklung im Vordergrund. Der neue Mehrheitseigentümer XRG (ehemals ADNOC) gab am 9. Januar den Startschuss für das sogenannte Squeeze-Out-Verfahren. Ziel ist die vollständige Übernahme aller noch ausstehenden Anteile gegen eine Barabfindung.

Der Aktienkurs, der gestern bei 60,78 Euro schloss, bewegt sich damit in einem Wartezustand. Seit Jahresanfang verzeichnete das Papier ein Minus von knapp 8 Prozent und notiert derzeit unter dem 52-Wochen-Hoch von 66,00 Euro. Marktteilnehmer warten nun gespannt auf die konkrete Bewertungshöhe der Abfindung, die noch nicht fixiert wurde.

Bereits im Dezember 2025 hatte XRG im Zuge einer Kapitalerhöhung 1,17 Milliarden Euro in das Unternehmen gepumpt, um die strategische Neuausrichtung zu finanzieren. Parallel dazu wurde der Aufsichtsrat neu geordnet: Seit dem 18. Dezember führt der XRG-Manager Rainer Seele das Kontrollgremium.

Wie es jetzt weitergeht

Der endgültige Börsenabschied hängt nun von der Zustimmung der Hauptversammlung und der Eintragung ins Handelsregister ab. Sobald die Höhe der Barabfindung offiziell verkündet wird, dürfte dies die letzte signifikante Kursbewegung der Covestro-Aktie auslösen, bevor sie endgültig vom Kurszettel verschwindet.

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